
So sehen moderne Sirenen aus. Foto: Stadt Tuttlingen
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 09.08.2026 - Die Stadt soll noch in diesem Jahr 13 Sirenen erhalten. „So ist es mit der Lieferfirma abgesprochen“, versicherte Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß im Gemeinderat. Stadtrat Mirko Witkowski (SPD-Buntspecht) hatte sich erkundigt, wie es bei diesem Projekt stünde. Wenn die Anlagen wirklich kämen, endete ein fünfjähriges Trauerspiel.
„Das Projekt ist in der Umsetzung“, antwortete Rehfuß unter Anfragen im Gemeinderat. Man habe zunächst prüfen müssen, auf oder an welches Haus die Sirenen montiert werden können und welche Auswirkungen das haben werde. Im September oder Oktober werde die Stadtverwaltung damit in die Gremien kommen.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr kündigte an, dass die Verwaltung 70.000 Euro überplanmäßige Mittel benötige. Im Haushalt seien 275.00 Euro veranschlagt. Soviel würden die Anlagen kosten, die überplanmäßigen Mittel brauch man für die Installation. „Wir kommen in die Nähe des Planansatzes.“ Eisenlohr wies auch darauf hin, dass die 13 Sirenen etwa 95 Prozent des Stadtgebietes abdecken werden.
Seit 2021 beschlossene Sache
Der Aufbau eines Warnsystems mit Sirenen hatte der Gemeinderat bereits Ende 2021 beschlossen. Damals war noch von Gesamtkosten in Höhe von 220.000 Euro und einem Bundeszuschuss von bis zu 150.000 Euro die Rede gewesen. Im Februar 2022 kam dann die schlechte Nachricht, dass das Förderprogramm des Bundes „überzeichnet“ sei und Schramberg keine Förderung erhalten werde.
Bei der Umsetzung hakt es
Im September 2023 beschoss der Ausschuss für Umwelt und Technik, noch im Jahr 2023 für 100.000 Euro die ersten Sirenen zu beschaffen. Im Jahr drauf sollten für weitere 200.000 Euro die restlichen Sirenen gekauft werden.
Daraus ist offenbar nichts geworden, denn genau zwei Jahre später, Ende September 25, hatte Tanja Witkowski (SPD-Buntspecht) im Verwaltungsausschuss nachgehakt, was denn nun mit den Sirenen sei. Damals antwortete Eisenlohr, es seien inzwischen genügend Sirenen für das gesamte Stadtgebiet geordert. Die Stadt könne pro Gerät bis zu 12.000 Euro Förderung erhalten. Passiert ist danach allerdings wie schon 2023 und 2024 – nichts.
Nun knapp ein Jahr später verspricht Rehfuß, die Lieferfirma werde die 13 Sirenen noch in diesem Jahr installieren. Von einem Bundeszuschuss war im Gemeinderat keine Rede mehr.
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