Schramberg - News

Eröffnungsbilanz korrigiert


Der Erlebnisbauernhof in Waldmössingen. Archiv-Foto: him

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 03.08.2026 - Schnell abgehakt hat der Gemeinderat den Tagesordnungspunkt „Korrektur der Eröffnungsbilanz 2016“. Kämmerer Klemens Walter hatte erläutert, dass die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) in der städtischen Eröffnungsbilanz ein paar kleinere Fehlbuchungen gefunden habe. Das müsse man nun korrigieren.

 

Zur Erinnerung: Die Stadt Schramberg wechselte wie alle baden-württembergischen Kommunen im Haushaltsrecht von der früheren Kameralistik zu einem neuen Verfahren, dem „Neuen kommunalen Haushaltsrecht“. Das NKHR lehnt sich stärker an das Rechnungswesen in der Wirtschaft an. Es kennt einen Ergebnis- und einen Finanzhaushalt.

 

Eröffnungsbilanz stammt von 2017

 

Schramberg hat den Umstieg vor einigen Jahren vollzogen. Dazu war erforderlich, dass die Stadt eine Eröffnungsbilanz erstellt. Das hatte der Rat 2017 beschlossen. Die Kämmerei und auch die anderen Abteilungen mussten detailliert aufschreiben, was der Stadt gehört und wie viel es wert ist.

Die Summe war enorm: 167.159.038 Euro und 89 Cent. Allein die Grundstücke der Stadt waren damals 23 Millionen Euro wert.

 

Späte Prüfung

 

In der Regel alle fünf Jahre kommt die Gemeindeprüfungsanstalt und kontrolliert die Bücher eines Dorfs oder einer Stadt. In Schramberg wäre die Prüfung eigentlich schon vor Jahren fällig gewesen, aber Corona-bedingt hat sich das Ganze um zwei Jahre verschoben. Drum hat dieses Jahr erst die GPA die städtischen Zahlen für die Jahre 2015 bis 2022 durchleuchtet.

 

Dabei haben sich die Finanzkontrolleure auch mit der Eröffnungsbilanz aus dem Jahr 2016 befasst und „ein paar kleinere Korrekturen“ verlangt, wie Kämmerer Walter berichtete. Er habe da Druck gemacht, dass das geprüft werde. Er wolle endlich diese Bilanz abschließen und den ganzen Umwandlungsprozess zum NKHR finalisieren. Zuvor schon hatte das Rechnungsprüfungsamt die Eröffnungsbilanz gecheckt, aber das ok der GPA hat noch gefehlt.

 

Überschaubarer Korrekturbedarf

 

Die GPA-Ergebnisse hätten „die Blanz ein wenig ins Positive verschoben“, so Walter. Es seien aber „alles überschaubare Prüfungsbemerkungen“ gewesen. Dabei ging es um beispielsweise einzelne Buchungen bei bebauten und unbebauten Grundstücken, die teilweise doppelt oder in einer anderen Gruppe hätten verbucht werden müssen. Beim Waldmössinger Erlebnisbauernhof musste die Kämmerei aus dem Gesamtposten Erlebnisbauernhof diesen in sechs Einzelposten aufteilen.

 

Walter versicherte, er sei „froh, dass wir da jetzt einen Knopf dran machen können“. Der Gemeinderat ebenso – und stimmte einmütig den vorgeschlagenen Korrekturen der GPA zu.

 

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