Schramberg - News

1000-Zebrastreifen-Programm: Zwei für Waldmössinge


Auftaktveranstaltung des Verkehrsministeriums im Aktionsprog

Von Martin Himmelheber

Schramberg. 03.08.2026 - Bei diesem Tagesordnungspunkt hab‘ ich nostalgische Gefühle bekommen. Es ging um zwei Zebrastreifen in Waldmössingen. Im Jahr 2019 hatte das Land ein Programm „Sichere Straßenquerung – 1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg“ ausgeschrieben. Schramberg hatte sich beworben und wurde eine von sechs Modellkommunen.

 

Da der damalige Oberbürgermeister Thomas Herzog den Übergabetermin nicht wahrnehmen konnte, der erste OB-Stellvertreter Jürgen Winter arbeiten musste, durfte ich die Stadt beim Übergabetermin in Stuttgart vertreten. Damals war natürlich davon die Rede, dass das alles auch flink umgesetzt werden soll.

Inzwischen bin ich schon fünf Jahre aus dem Rat ausgeschieden, auch der damalige Landesverkehrsminister Winne Hermann ist inzwischen im Ruhestand. Aber das Programm wirkt fort.

 

Zwei Zebrastreifen in Waldmössingen

 

In Waldmössingen werden nun an zwei Standorten Fußgängerüberwege installiert, wie Abteilungsleiter Konrad Ginter im Gemeinderat ankündigte. Der eine in der Vorstadtstraße, der andere an der Winzelner Straße.

 

Um das zu schaffen, braucht er aber 40.000 Euro überplanmäßige Mittel. Eigentlich sei das ja ein Thema für den Ausschuss für Umwelt und Technik, so Ginter. Man sei aber nicht rechtzeitig mit der Vorlage und der Planung fertig geworden und komme deshalb in den Rat. Dann könne das Projekt noch während der Sommerpause weitergeführt werden.

 

Ginter erinnerte an die lange Verfahrensgeschichte. In den Jahren 2020 und 2021 habe es „längere Probleme mit dem Straßenbauamt“ gegeben. Erst in diesem Jahr habe man eine Zusage für die Kostenübernahme des Landes als Straßenbaulastträger bekommen.

 

Angebot 40.000 Euro über Haushaltsansatz

 

Bei der Ausschreibung sei ein Angebot eingegangen, das aber über den im Haushalt vorgesehenen Mitteln liege. Man könnte die Ausschreibung aufheben, würde dann aber erst im nächsten Jahr bauen können – oder vielleicht gar nicht.

 

Weil aber die Landesstraße im Bereich der Vorstadtstraße noch dieses Jahr saniert werden soll, würde man bei einer Verschiebung erneut in die grade gerichtete Straße eingreifen müssen. „Dies sollte nach Ansicht der Verwaltung vermieden werden“, so Ginter in seiner Vorlage.

 

Der Rat sah es genauso und bewilligte einstimmig die überplanmäßigen Mittel. So werden nach sieben Jahren noch in diesem Jahr zwei weitere Zebrastreifen aus dem 100er Programm fertig. Die beiden anderen sind beim Gymnasium im Tal und beim Edeka in Sulgen.

 

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