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Das Spittel-Seniorenzentrum. Archiv-Foto: him
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 14.07.2026 - „In vielerlei Hinsicht“ ein forderndes Jahr sei 2025 für das Spittel-Seniorenzentrum gewesen. Das erklärte Betriebsleiterin Hedwig Pieper im Verwaltungsausschuss, dem sie den Jahresbericht 2025 vorlegte.
„Finanziell, personell und organisatorisch“ seien die Herausforderungen gewesen. Sie berichtete über das Erreichte und welche Schritte sie gehen wolle, um das „Spittel“ zukunftsfest zu machen.
Investitionen
Letztes Jahr habe man mehr als 760.000 Euro investiert. Das sei kein reiner Kostenfaktor, sondern „ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Hauses“. Fast die Hälfte der Summe, nämlich 352.000 Euro flossen in den Umbau sämtlicher Pflegebäder zu „funktionalen Arbeitsräumen“. Das bedeute „einen großen Mehrwert für den Alltag und die Entlastung der Pflegekräfte“, betonte Pieper.
Ein neues Notstromaggregat mit Trafostation, aber auch eine neue Notstrombeleuchtung und Türsysteme für 272.500 Euro habe das Spittel 2025 Betrieb genommen. Um die Lebensqualität zu verbessern seien neue Möbel für knapp 19.000 angeschafft worden. Weitere 47.000 Euro flossen in die Hauswirtschaft, zum Beispiel in eine neue Wohnküche, die das Gemeinschaftsleben stärken soll.
Ertragslage und Belegung
„Diese Investitionen tragen Früchte, spiegeln sich positiv und unseren Zahlen wider“, so Pieper in ihrer Präsentation. Die Umsatzerlöse stiegen um eine gute halbe Million Euro. Nicht nur, weil die Pflegesätze zum 1. April um 5,5 Prozent gestiegen sind, sondern weil das Pflegeheim dauerhaft sehr gut belegt sei.
„Das Vertrauen der Menschen in unsere Einrichtung ist ungebrochen groß“, schließt Pieper daraus. Besonders lobte sie das Wirtschaftsteam, das es trotz Inflation geschafft habe, den Materialaufwand auf Vorjahresniveau zu halten.
Spitteltreff mit Verlust
Im Bereich Alten- und Pflegeheim sei ein Überschuss von mehr als 115.000 Euro erwirtschaftet worden. Der gleiche den Verlust des Spitteltreff knapp 124.000 Euro weitgehend aus. Dort seien die Verluste etwas höher als im Vorjahr, auch weil mehr Gäste dort die Angebote genutzt hätten.
Der Gesamtbetrieb weist demnach 2025 einen Fehlbetrag von knapp 9.000 Euro aus. “Wir haben die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben geschlossen“, schloss Pieper.
Andrea Lepsch vom Rechnungsprüfungsamt hat die Abrechnungen geprüft und keine Anhaltspunkte gefunden, die einer Feststellung des Jahresabschlusses entgegenstünden.
Lob von allen Seiten
Thomas Brantner (CDU) lobte das Spittel-Team und dessen Leistung als „äußerst positiv. Die Pflegesätze in anderen Heimen seien deutlich höher als im Spittel in Schramberg, „das eine sehr gute Pflege leistet.“
Mirko Witkowski (SPD-Buntspecht) betonte, das Spittel-Seniorenzentrum genieße einen sehr guten Ruf. Deshalb könne man auch die Belegung so hochhalten. Das gelinge aber nur mit gutem Personal.
Ralf Rückert (Freie/Neue Liste) hat vorgeschlagen, um den Abmangel im Spitteltreff zu senken, mehr dafür zu werben. Sein Vorschlag: Man könnte die Räume auch für andere Veranstaltungen nutzen. Das geschehe bereits, so Pieper. Manche Angehörige würden Trauerfeiern dort abhalten.
Brantner war skeptisch: Man subventioniere möglicherweise eine Einrichtung, die in Konkurrenz zu den örtlichen Gastrobetrieben stünde, die „ganz andere Preise verlangen müssen“.
Der Verwaltungsausschuss folgte einstimmig der Beschlussempfehlung zum Jahresabschluss und den geplanten Investitionen.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr dankte anschließend der Betriebsleiterin Pieper, Verwaltungsleiterin Kerstin Becker und dem gesamten Spittel-Team für ihren Einsatz.
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