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Der SChlossbergtunnel.
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 20.07.2026 - Das Regierungspräsidium (RP) Freiburg will in den nächsten Jahren den Schlossbergtunnel sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand bringen. Dazu muss die Stadt einen Beschluss fassen, dass man weiterhin den Zwei-Richtungsverkehr im Tunnel anstrebt.
Zwischen dem RP und der Stadt gibt es allerdings einen Konflikt: Ist der zwei-Richtungsverkehr eine städtebauliche Maßnahme, wie das RP annimmt. Oder dient der Zweirichtungsverkehr der „Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs“. Dabei geht es, klar, ums Geld.
Wenn es der Wunsch der Stadt ist, städtebaulich etwas zu verbessen, dann muss sie das auch zahlen. Dient es der Sicherheit, ist das Land dran.
Risikoanalyse zur Klärung
Das RP hat nun vorgeschlagen, die Stadt soll eine Risikoanalyse für den Zwei-Richtungsverkehr im Schlossbergtunnel anfertigen lassen. Außerdem soll sie eine Vorplanung liefern. „Dann wüsste man, ob massive Sicherheitstechnik nötig ist oder nicht“, so Abteilungsleiter Tiefbau Konrad Ginter. Dabei geht es beispielsweise um einen Fluchtstollen.
Anschließend könnte man entscheiden, ob der zwei-Richtungsverkehr machbar ist. Und ob er auch im Sinne der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs wäre – und das Land zahlen müsste.
130.000 Euro, um Chance zu wahren
Im Ausschuss für Umwelt und Technik warb Ginter dafür, die Risikoanalyse und die Vorplanung anfertigen zu lassen. Die Kosten lägen insgesamt zwischen 100.000 und 130.000 Euro, zu zahlen in diesem und im nächsten Jahr.
Würde man darauf verzichten, würde das Land die Sicherheitstechnik für den Ein-Richtungsverkehr einbauen und die Umsetzung des Zwei-Richtungsverkehrs wäre „für die nächsten Jahrzehnte nahezu ausgeschlossen“.
Große Vorleistungen
Er erinnerte daran, dass die Stadt in den letzten Jahren viele Häuser am Tunnelausgang aufgekauft und abgebrochen hat, um eines Tages den zwei-Richtungsverkehr zu ermöglichen.
Tunnelschließung ab 2030
Susanne Andreae (SPD-Buntspecht) erkundigte sich nach einer möglichen Tunnelschließung und der dann angedachten Verkehrsführung. Der Zeithorizont sehe die Sanierung für die Jahre 2030/31 vor. Zuvor müssten die beiden Schiltacher Tunnels saniert werden.
Innen werde der Tunnel „nackig“ gemacht: „Es kommt alles raus.“ Der überörtliche Verkehr soll während der etwa ein Jahr dauernden Arbeiten weiträumig umgeleitet werden. Die anderen Autos und LKW müssen durch die Innenstadt. In Schramberg mache er sich „etwas weniger Sorgen als für Schiltach“, so Ginter. Dort muss der gesamte Verkehr mit LKWs Richtung Freudenstadt durchs Städtle.
Braucht es einen neuen Stollen?
Jürgen Reuter (Aktive Bürger) sah die Sicherheit und Leichtigkeit gegeben, weil Schiller- und Oberndorfer Straße entlastet würden. Er erinnerte an den schweren Unfall vor einigen Monaten. Es gäbe Schulen in Kitas an der Strecke. Er erwähnte, dass es beim Tunnel bereits Stollen gebe. Die müsse man nur noch ganz durchbohren.
Ginter differenziert: Beim Einrichtungsverkehr komme man wohl ohne Sicherheitsstollen aus, obwohl der Schlossbergtunnel knapp länger als 400 Meter sei. Das Risiko eines Zusammenstoßes direkt am Tunneleingang sei doch sehr gering. „Wenn wir Glück haben, sagt der Gutachter, das gelte auch für den Zwei-Richtungsverkehr“, so Ginter. Sonst werde es sehr teuer.
Grundsätzliche Bedeutung
Weil das Thema von grundsätzlicher Bedeutung sei, stehe es auch auf der Tagesordnung des Gemeinderates, erläuterte Ginter auf eine entsprechende Frage von Oskar Rapp (Freie Neue Liste). Von den Kosten her hätte auch der Ausschuss alleine entscheiden können. Der gab dann einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss, die Risikoanalyse in Auftrag zu geben und mit dem RP eine entsprechende Vereinbarung zu schließen.
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