Schramberg - News

Landstraße durchs Bernecktal wird komplett erneuert


Bei den Kanalbauarbeiten wird es nicht bleiben.

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 16.07.2026  - Der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) hat dem Gemeinderat empfohlen, außerplanmäßig 2,6 Millionen Euro für den Bau der Landstraße durchs Bernecktal zu bewilligen. Und das bei leeren Kassen? Keine Sorge, kein Problem. In Gegenteil das ist eine gute Nachricht.

 

Und das kommt so: Derzeit ist die Straße bekanntlich gesperrt, weil eine Baufirma einen neuen Abwasserkanal drunter verlegt. Weil die Straße schon wegen der Felssicherungsarbeiten in keinem allzu guten Zustand mehr war, hatte das Land zugesagt, die Straße auf seine Kosten sanieren zu lassen.

Bei einer – vorsichtigen – Kostenberechnung kam man auf Baukosten von etwa 2,5 Millionen Euro.

 

Weil das Land beziehungsweise das Regierungspräsidium keine Leute hatte, hat man vereinbart, die Stadt übernimmt die Planung und Begleitung und bekommt dafür nochmal zehn Prozent der Summe obendrauf.

Die Stadt hat das Büro, das schon die Planung für den Kanal gemacht hatte, beauftragt, auch die Bauleitung zu übernehmen. Allein wäre es nicht zu schaffen gewesen, so der Leiter der Abteilung Tiefbau Konrad Ginter im AUT. Von den 250.000 Euro gehen also etwa 105.000 Euro für die Bauleitung weg.

 

Überraschung bei der Ausschreibung

 

Nun hat die Stadt die Straßenbauarbeiten ausgeschrieben und, o Wunder, die Submissionsergebnisse liegen weit unter den angedachten 2,5 Millionen. Der günstigste Bieter ist die Firma, die schon den Kanal verlegt. „Dadurch ergeben sich Synergieeffekte, die sich bei der Kalkulation niedergeschlagen haben“, ist Ginter überzeugt. Die Tuttlinger Firma saniert die Straße für gut 1,2 Millionen Euro.

 

Hatte man anfangs gedacht, mit dem Geld ließe sich in diesem Jahr höchstens die Hälfte der Strecke der Landstraße durchs Bernecktal neu herrichten, reicht es nun für die komplette Strecke durchs Bernecktal.

Die Stadt muss eben das Geld vorstrecken, erhält aber vom RP die 2,5 Millionen Euro und den Zuschlag von  250.000 Euro wieder erstattet.

 

Den Ausschuss hat das positiv überrascht – und die einstimmige Zustimmung zur Beschlussempfehlung war Formsache.

 

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