Schramberg - News

Schwimmvereine bekommen Eintrittsgelder komplett erstattet


Die Schwimmvereine kommen kostenlos in die Bäder.

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 13.07.2026 - Als im vergangenen Herbst der Gemeinderat den Vereinen pauschal die Zuschüsse um 25 Prozent gekürzt hat, ist dem Gremium wohl ein Denkfehler unterlaufen. Der hat die Schwimmvereine gegenüber den anderen Vereinen benachteiligt. Jetzt hat der Verwaltungsausschuss den Fehler bereinigt.

 

Worum geht es? Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch erläuterte, im Oktober habe der Rat die pauschalen Kürzungen beschlossen. „Eine differenzierte Betrachtung und Behandlung der unterschiedlichen Zuschussarten war in der Diskussion explizit nicht gewünscht“, wie sie in ihrer Vorlage schreibt.

 

Im Mai habe sich der Stadtverband für Sport an sie gewandt und erklärt, diese Regelung sei insofern ungerecht, als bisher die schwimmsporttreibenden Vereine bei der Badbenutzung einen 100 Prozent Zuschuss für die bezahlten Eintrittsgelder erhalten haben. 

 

Ungerecht

 

Wenn dieser Zuschuss gekürzt wird, müssten die SG Schramberg, der Tauchclub Koralle, die Triathleten und die DLRG für das Nutzen des Hallenbads oder des Freibads teilweise bezahlen. Alle anderen Vereine dürfen städtische Sportplätze und Sporthallen aber kostenlos nutzen.

 

Im Jahr 2025 hat die Stadt gut 29.000 Euro für die Eintrittsgelder erstattet. Würde man diesen Zuschuss um 25 Prozent kürzen, müssten die Vereine 7.300 Euro aus eigener Tasche zahlen. Sie schlage deshalb vor, die Kürzung in diesem Bereich zurückzunehmen und rückwirkend am 1. Januar die Eintrittsgelder komplett zu erstatten, so Gwosch.

Alle gleich behandeln

 

Stadtrat Ralf Rückert (Freie/Neue Liste) ist zugleich Vorsitzender des Stadtverbands für Sport. Er begrüßte den Vorschlag. Er erinnerte daran, dass früher die Schwimmsportler „einfach so“ ins Bad gegangen seien. Mit Einführung der Drehkreuze und Karten gehe das nicht mehr. Es sei aber wichtig, alle Vereine gleich zu behandeln.

 

Mirko Witkowski (SPD-Buntspecht) erklärte, auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Stadtverbands Soziales, er unterstütze den Antrag. Wenn man in der Praxis sehe, dass etwas nicht passt, dann sei es richtig, das zu korrigieren. „Problem erkannt – einfach zu lösen.“

 

Schwimmen lernen ist wichtig

 

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr fügte hinzu, die Verwaltung habe in der Spardebatte durchaus auf das Problem hingewiesen. Es gehe dabei auch um „die Wertschätzung für die Vereine“.

 

Mit Blick auf den DLRG-Vorsitzenden Marcel Herzog im Zuhörerbereich meinte sie, es sei „so wichtig, dass die Kinder schwimmen lernen“.

 

Der Beschluss die Eintrittsgelder weiterhin komplett zu erstatten, erfolgte einstimmig.

 

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