Schramberg - News

Fußgängerbrücke zum Brestenberg kommt


Das bisherige Provisorium sollte nach den Bauarbeiten weg.

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 28.07.2026 - Ein Angebot, das der Rat nicht ausschlagen konnte, hat die Familie Maurer gemacht: „Wir bezahlen eine neue Fußgängerbrücke zum Brestenberg über die Schiltach, wenn die Stadt die Kosten für Widerlager und Anschlüsse an die Straßen übernimmt.“

 

Ursprünglich hatte der Rat zwar beschlossen, den Steg ersatzlos wegfallen zu lassen. Dafür sprachen der Hochwasserschutz, die hohen Kosten für einen Neubau und die Tatsache, dass es wenige Gehminuten weiter zwei „richtige“ Brücken gibt.

 

Geänderte Bedingungen: Nur noch 12.000 Euro für die Stadt

 

Doch bei Hochwasserschutz haben sich die Grundlagen geändert, ein Steg wäre möglich. Und bei den Kosten kam das Angebot der Maurer Familien GmbH. Laut Vorlage hätte die Stadt nach Abzug aller Zuschüsse wegen des Sanierungsgebiets noch 51.000 Euro zahlen müssen.

 

In der Sitzung hatte Konrad Ginter, der die Abteilung Tiefbau leitet, aber gute Nachrichten: Auch der Brückenkörper selbst wäre förderfähig, selbst wenn er der Stadtgespendet wird. Das würde bedeuten, dass der städtische Eigenanteil auf 12.100 Euro sinken würde. „Im besten Fall“, wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr einschränkte.

 

Knackpunkt wäre laut Ginter, dass das Projekt Fußgängerbrücke zum Brestenberg bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein muss, denn dann endet das Sanierungsgebiet Sängerstraße – Brestenberg.

 

Überschaubare Summe

 

Ginter sprach von einer „überschaubaren Finanzsumme“ und warb für den Bau. In der Vorlage weist Ginter noch daraufhin, dass jährlich etwa 500 Euro für die Kontrolle und Wartung des Stegs fällig werden und alle fünf Jahre etwa 1500 Euro für die Brückenprüfung.

 

Gestaltet würde der Steg ähnlich dem neuen Steg bei der Schiltachstraße hinüber zum Parkplatz beim Tunnel.

 

Dank an Maurers

 

Eisenlohr ergänzte den Beschlussvorschlag dahingehend, dass der Rat den Bau des Stegs wünsche, unter der Voraussetzung, dass die Spende auch fließt.

 

Nachdem der Rat ohne weitere Aussprache einstimmig zugestimmt hatte, gab es Beifall für den wegen Befangenheit abgerückten Stadtrat Clemens Maurer und seine Familie.

 

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