
Im Januar informierte sich der AUT.
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 21.07.2026 - Im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine ganze Reihe von Brandschutzmaßnahmen für die Peter- Meyer- und die Erhard-Junghans-Schule im Haushalt eingeplant. Weil die beide Schulgebäude an der Graf-von-Bissingen Straße eines Tages abgerissen und die ehemalige Realschule an der Schillerstraße umgewidmet werden sollen, hat der Rat Sperrvermerke angebracht. Man wollte vermeiden, dass viel Geld in den Brandschutz investiert wird. In Maßnahmen, die nach dem Bau des Schulcampus der Abrissbirne zum Opfer fallen würden.
Im Januar hat sich der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) vor Ort ein Bild gemacht. Schulleiter und Verwaltung konnten die Ausschussmitglieder überzeugen, dass die Maßnahmen unbedingt umgesetzt werden müssen. Schließlich wird es bis zur Fertigstellung des Schulcampus noch viele Jahre dauern.
Stadträtin Susanne Andreae (SPD-Buntspecht) hatte Ende Mai im AUT gebeten, die Verwaltung möge berichten, wie weit man mit der Umsetzung gekommen ist. In der Sitzung am 16. Juli berichtete der Abteilungsleiter Hochbau Etienne Seif, was bisher erledigt ist und was noch ansteht.
Alte Realschule
An der Erhard-Junghans-Schule in der Schillerstraße haben die Handwerker „schon einiges umgesetzt“. Sie haben inzwischen eine Wasserleitung zu einem Trinkbrunnen ausgetauscht. Die Trinkwasserqualität sei gut. Einen großen Teil der Beleuchtung in der Schule haben Elektriker erneuert und moderne LED-Leuchten installiert. Hinzu kamen eine Reihe von kleineren Maßnahmen, wie frisch gestrichene Wände oder ein gebrochenes Geländer schweißen. Insgesamt gut 25.000 Euro haben diese Maßnahmen gekostet.
Noch für den Brandschutz erledigt werden müssen der Einbau einer neuen Rauchmeldeanlage und von Antrieben an Rauchschutztüren für insgesamt etwa 15.000 Euro. Von den insgesamt vorgesehen 90.000 Euro sind also noch etwa 49.000 Euro übrig. Allerdings müsste noch eine „Brandschutzverhütungsschau“ abgehalten werden. Da könne also noch etwas kommen.
Alte Graf-von Bissingen-Schule
An der Graf-von-Bissingen-Straße im dortigen Gebäude der EJS haben die Handwerker einen für den Brandschutz erforderlichen zweiten Fluchtweg geschaffen. Eine falsch, nämlich nach innen aufgehende, Fluchttür soll im August oder September eingebaut werden. Rauchmelder und Türschließer müssen die Handwerker noch austauschen.
Weitere Aufgaben wie die Sanierung von Toiletten sind für die Sommerferien geplant. Für einige weitere Maßnahmen will die Verwaltung eine Brandschau abwarten. Von den eingeplanten 228.000 Euro sind bisher knapp 44.000 Euro verbaut oder verplant.
Peter-Meyer-Schule
An der Peter-Meyer-Schule hat die Stadt die Beleuchtung durch LED-Leuchten ersetzen lassen. Beauftragt hat sie neue Dachverglasungen, den Austausch von Lüftungsmotoren in Toiletten, eine Verschattung des „Wintergartens“ und einen neuen Brandmelder. Auch hier sind von den geplanten 60.000 Euro erst 15.000 Euro ausgegeben oder verplant.
Flott gegangen
Andreae bedankte sich beim Abteilungsleiter Hochbau Etienne Seif. Das sei ja „flott gegangen“. Wissen wollte sie, ob man mit den Haushaltsmitteln auskommen werde. Das bestätigte Seif und versprach, man wird weiterhin sparsam agieren. Allerdings stünden die weiteren Brandschutzmaßnahmen an der Schillerstraße noch aus.
Oskar Rap (Freie/Neue Liste) wollte wissen, bis wann die endgültigen Kosten feststünden und meinte, der Sperrvermerk und die genaue Prüfung durch den Ausschuss hätten sich gelohnt.
Laut Seif fehlten noch ein oder zwei Brandschutztüren für 15.000 bis 20.000 Euro, die dieses Jahr noch kommen sollen. Der Ausschuss nahm den Bericht zur Kenntnis.
| Besucher: | 76188 |
| Heute: | 398 |
| Online: | 2 |