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Am Brestenberg wurde eine neue Bachmauer betoniert.
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 28.06.2026 - Den Wunsch, mal die Innenstadtbaustellen zu besichtigen, hatten zu Zeiten mit deutlich kühleren Temperaturen die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik mal geäußert. Nun, da die Verwaltung ihn erfüllt hat, mussten alle Beteiligten tüchtig schwitzen. Um 18 Uhr traf sich der Ausschuss für Umwelt und Technik am Donnerstagabend zur Baustellenbesichtigung an der neuen Brücke beim Gymnasium.
Die Stadt lässt hier seit dem Frühjahr die Zugangsbrücke neu bauen. Kostenpunkt 315.000 Euro. Schon vor zehn Jahren war klar, „die Stahlträger der Brücke sind durchgerostet“, berichtete Abteilungsleiter Konrad Ginter.
Leitungen als Herausforderung
Die größte Herausforderung seien die zahlreichen Leitungen, die unter der Brücke verliefen. Unter anderem das Glasfaser für das Rechenzentrum der Stadt unter dem Gymnasium. Dafür habe man nachts die Leitungen gekappt, damit die Rathausmitarbeiter am nächsten Tag weiter machen konnten.
Schwierig sei auch die Konstruktion der Brücke. Sie sei angeschrägt, um bei Hochwasser einen Stau zu vermeiden. Sie müsse auch drucksicher sein, damit das Wasser unter der Brücke durchfließt und es keinen Rückstau gibt.
Die Baufirma sei „auf sehr gutem Weg“, so Ginter, und wolle noch vor dem Ende der Sommerferien fertig werden. Die Stahlbetonkonstruktion sei so angelegt, dass sie 100 Jahr halte, antwortete er auf eine Frage von Stadtrat Emil Rode (Freie/Neue Liste).
Am Brestenberg Bachmauer eingebrochen
Im Schatten der Häuser ging es in die Stadt zur Baustelle am Brestenberg, der teuersten der drei Innenstadtbaustellen. Hier bei der Sanierung der Straße und des Umfelds gab es mit der Bachmauer Probleme. Beim Abbruch der alten Garagen stießen die Bauarbeiter auf Bauschutt.
Beim Abräumen ist ein Teil der alten Bachmaier eingebrochen. Die ist inzwischen wieder hochbetoniert. Wegen des Erscheinungsbilds bekommt die Betonmauer aber noch eine Verblendung aus Sandstein. Ginter rechnet mit etwa 100.000 Euro Mehrkosten. Diese lassen sich eventuell an anderer Stelle einsparen.
Derzeit tauschen die Bauarbeite einen Regenwasserkanal aus. Beim Schmutzwasser bleibt der alte Kanal im Boden, wird aber mit Inliner-Technik saniert. Insgesamt mit etwa 2,4 Millionen Euro Kosten rechnet Ginter.
Zugang zum Bach – ausgeträumt
Angesichts der komplett erneuerten Bachmauer erinnerte sich der ein oder andere daran, dass ganz ursprünglich mal ein Zugang zum Bach angedacht gewesen war. Ginter wies allerdings darauf hin, hätte man das umgesetzt, wäre die Straße sehr schmal geworden. Außerdem hätte das gesamte Projekt neu überplant und genehmigt werden müssen. „Wir hätten wasserrechtliche Probleme bekommen. Die Zeit wäre uns davongelaufen.“
Bekanntlich endet das Sanierungsgebiet im kommenden Frühjahr – und bis dahin muss die Baustelle angerechnet sein. Sonst verfallen entsprechende Zuschüsse.
Seitlicher Rathausplatz: Die letzte der Innenstadtbaustellen
Letzter Besichtigungspunkt war der Platz neben dem Rathaus, wo einst das Posthörnle und das Hutter-Haus standen. Auch da verliefen die Arbeiten zur Umgestaltung planmäßig.
Oder fast. Weil das Betonwerk die Sitzblöcke in der falschen Reihenfolge hergestellt hat, war am Donnerstag und Freitag Zwangspause für die Landschaftsbauer. Um weiter die Sitzblöcke verlegen zu können, brauchen die Bauarbeiter die Querstücke. Sie sollen nun Anfang der Woche kommen. Auf die Betonblöcke werde noch eine Holzauflage kommen, teilweise mit Lehnen. Insgesamt etwa 412.000 Euro wird der Umbau kosten.
Das schwarze Granulat sei ein „tragfähiges Humusgemisch, das Wasser für die Bäume speichern kann“, erläuterte Ginter. „Mitte August wird der Platz fertig sein.“ Die Bäume pflanzten die Gärtner aber erst im September oder Oktober, wenn sie auch sicher anwachsen.
Bäume sollen „nach was aussehen“
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr erklärte, wegen der Reinigung habe man Bäume ausgewählt, die wenig Früchte haben, aber dennoch vogelfreundlich seien. Wie groß die neuen Bäume denn würden, wollte Susanne Andreae (SPD-Buntspecht) wissen. Sie würden bezahlbar sein, „aber schon nach was aussehen“, sicherte Ginter zu.
Michael Melvin (CDU) erkundigte sich nach den Parkplätzen oberhalb des Platzes am Marienheim. Zwei der drei Parkplätze würden erhalten bleiben, so Ginter.
Angesichts der Hitze bedauerte er, dass das Nebelfeld dem Sparzwang zum Opfer gefallen sei. Man habe Leerrohre verlegt, um später vielleicht doch noch etwas machen zu können. Wegen der Legionellengefahr lägen aber noch keine ans Wassernetz angeschlossenen Wasserrohre im Boden. Eisenlohr erinnerte daran, dass ja immerhin der Trinkerbrunnen der Stadtwerke wenige Meter weiter installiert sei und „sehr gut angenommen“ werde.
Nach dem Rundgang zu den Innenstadtbaustellen setzte der Ausschuss seine Sitzung im kaum kühleren Sitzungssaal fort.
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