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Wichtig für den Tourismu: Erlebnisbauernhof Waldmössingen.
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 25.06.2026 - Seit 17 Jahren hat Schramberg einen Tourismusbeirat. Nun war es an der Zeit, die Geschäftsordnung aus dem Jahr 2010 zu überarbeiten, fanden der Gemeinderat, aber auch die Mitglieder des Beirats. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Ortsteile und Branchen besser zu repräsentieren. Ziel sei es, wie im Tourismuskonzept vorgesehen, dem Beirat „mehr Gewicht und Gehör“ zu verschaffen.
Im Verwaltungsausschuss hat Tourismus- und Marketing-Leiterin Ayline Liedke die Veränderungen vorgestellt: „Wir wollen näher an den Leistungsträgern dran sein.“ Auch bei den Ortsteilen gebe es ein Missverhältnis. Tennenbronn ist bisher mit fünf Beiräten, Waldmössingen überhaupt nicht vertreten. Leistungsträger aus Handel, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen seien im Vergleich zu den Kommunalpolitikern unterrepräsentiert.
Weniger Kommunalpolitik, mehr Fachleute
Schon vor gut einem Jahr hatte sich der Beirat mit Änderungen beschäftigt. Ziel war, künftig mehr Leistungsträger einzubinden. Ihre Zahl soll von fünf auf sieben steigen. Statt eines CDU-Vertreters aus Tennenbronn sollen künftig die Ortsvorseherin von Waldmössingen und der aus Tennenbronn dabei sein. Aus der Verwaltung nur der Leiter des Sachgebiets Tourismus. Die Fraktionen sollen mit je einem Mitglied im Beirat vertreten sein.
Bei den Leistungsträgern sollen zwei Vertreter aus Freizeiteinrichtungen, ein Vertreter der Gastronomie, zwei Vertreter der Beherberger, ein Vertreter des Einzelhandels sowie ein Mitglied des Schwarzwaldvereins Mitglied werden. Angedacht sei auch ein regelmäßiger Wechsel im Vorsitz, „um frischen Wind reinzubekommen“, so Liedke.
In der Aussprache mokierte sich Jürgen Reuter, dessen Aktive Bürger keinen Fraktionsstatus haben, er habe ein Informationsdefizit. Deshalb könne er nicht zustimmen.
Rotieren an der Spitze?
Udo Neudeck (Freie/Neue Liste) warnte vor dem Wechsel im Vorsitz. Das führe „immer zu Leerlauf“, so seine Erfahrung, „das läuft selten gut.“ Liedke wies darauf hin, der Wechsel sei „kein Muss“.
Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann ergänzte, es sei doch oft so, dass, wenn jemand einen Posten innehabe, „dann macht der das ein Leben lang“. Einfach, weil sie niemand anderes finde. Das rollierende System führe dazu, dass „alte Hasen“ mal neuen Ideengebern weichen würden. Es sei aber in der Satzung offengelassen.
Auch der ÖDP-Vertreter Thomas Koch bedauerte, dass nur die Fraktionen berücksichtigt würden. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr fand das Interesse von Reuter und Koch „erfreulich“ und wies darauf hin, dass die beiden jederzeit als Gäste willkommen seien.
Tanja Witkowski (SPD-Buntspecht) widersprach dem Vorwurf, die Fraktionen hätten einen Wissensvorsprung.
Neun Ausschussmitglieder empfahlen schließlich dem Gemeinderat die Annahme der neuen Geschäftsordnung. Jürgen Reuter enthielt sich.
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