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Von Martin Himmelheber
Schramberg. 13.07.2026 - Mit einem deutlich niedrigeren Defizit als geplant hat der Eigenbetrieb Wirtschaftsförderung (Wifö) das vergangene Jahr abgeschlossen. Das hat Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann im Verwaltungsausschuss berichtet. Weil auch das Rechnungsprüfungsamt keine Beanstandungen hatte, gab es eine einstimmige Entlastungsempfehlung.
„Wir haben den Jahresfehlbetrag unter 500.000 Euro gedrückt“, begann Heinzelmann seinen Bericht. Laut Plan hätte die Wifö etwa 822.000 Euro Minus im Jahr 2025 erwirtschaftet. Nun sei man bei 499.736 Euro gelandet. Insgesamt hatte die Wifö eine Bilanzsumme von gut 2,4 Millionen Euro. Der Löwenanteil davon entfällt auf die H.A.U. mit 2,15 Millionen Euro.
Die allgemeine Wirtschaftsförderung verzeichnete einen Fehlbetrag von fast 600.000 Euro. Das hing mit der „seltsamen Zwischenlösung für die Abteilung Tourismus“ zusammen. Diese wechselte im vergangenen Jahr von Fachbereich 3 in die Wirtschaftsförderung. Das sei jetzt bereinigt, so Heinzelmann.
Das gute Ergebnis bei der H.A.U. liege auch am hohen Vermietungsgrad von 82 Prozent. Ein Wasserschaden dort und die Auseinandersetzung mit der Versicherung habe ihn „schwer beschäftigt“, betonte Heinzelmann.
Im Bereich der Wirtschaftsförderung erinnerte Heinzelmann an die verschiedenen Projekte wie „Make it in Schramberg, das „Schramberger Unternehmerveschper“ oder das „Azubi-Speeddating“.
Schoren ausverkauft
Beim Immobilienmanagement befasste sich die Wifö mit den möglichen Neubaugebieten Haldenhof und Hausteile. Bei letzterem habe die Stadt inzwischen alle notwendigen Grundstücke kaufen können.
„Im Neubaugebiet Schoren haben wir das letzte Grundstück verkauft“, berichtete Heinzelmann. Für den Schulcampus habe man ebenfalls alle erforderlichen Grundstücke erwerben können, heißt es im Bericht. Die Verhandlungen um die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets Seedorf-Waldmössingen gingen weiter.
Unternehmensnachfolge im Fokus
In diesem Jahr will sich Heinzelmann besonders dem Thema Unternehmensnachfolge widmen. Dabei will Heinzelmann eng mit den Kammern, aber auch den Senioren der Wirtschaft zusammenarbeiten.
Für die Innenstadt seien die SOS-Themen bedeutsam: Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit.
H.A.U. braucht drei Millionen für Sicherheit
Für den Gewerbepark H.A.U. sieht Heinzelmann wichtige Investitionen in den Brandschutz vor. Aber auch ein Starkregen-Risikomanagement müsse man angehen.
Laut Bericht rechnet Heinzelmann mit Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro in den nächsten Jahren in die sicherheitsrelevanten Maßnahmen. Er hofft auf Unterstützung aus dem Fachbereich 4 bei der Planung der notwendigen Maßnahmen.
Alles paletti beim Eigenbetrieb Wirtschaftsförderung
Das bessere Ergebnis rühre einerseits aus höheren Mieteinnahmen (etwa 50.000 Euro) und Einsparungen bei den Ausgaben (90.000 Euro) her, erklärte Heinzelmann abschließend.
Da Rechnungsprüferin Andrea Lepsch in ihrem anschließenden Bericht der Wifö eine stabile Bilanzsumme und eine einwandfreie Kassenführung bestätigte, hat der Ausschuss dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, den Jahresabschluss 2025 festzustellen und die Betriebsleitung zu entlasten.
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