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Der Tourismus bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 25.06.2026 - Allgemein seien die Zahlen im Tourismus stabil, so Ayline Liedke von der Schramberger Wirtschaftsförderung im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats. Doch die Schramberger Beherbergungsbetriebe hätten mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen. Das habe unter anderem mit zwei Betreiberwechseln in Hotels in Sulgen und der Talstadt zutun.
In ihrem Tourismusbericht für 2025 führte Liedke zu den allgemeinen Trends weiter aus, das 72 Prozent der Reisenden für Kurzreisen im Inland blieben. Gebucht werde überwiegend, nämlich zu 58 Prozent übers Internet. 68 Prozent der Familien verreisten gemeinsam. Mit 52 Prozent seien dabei Hotels als Unterkunft am beliebtesten.
Die Zahl der Geschäftsreisen sei um sechs Prozent zurückgegangen, eine Folge der Wirtschaftskrise, die die Firmen zum Sparen zwinge.
Besonders beliebt: Sulgen und Tennenbronn
Beim Blick auf Schramberg stellte sie fest, die Zahl der Ankünfte sei weiter zurückzurückgegangen. Sie sank von gut 24.000 auf gut 23.000. Die meisten Ankünfte mit 45 Prozent verbucht man in Sulgen – wegen des Feriendorfs, an zweiter Stelle folgt Tennenbronn (35 Prozent) mit dem Ferienpark. Die Talstadt zählt lediglich 14 Prozent der Ankünfte.
Bei den Übernachtungen hingegen hat Tennenbronn die Nase vorn. Hier liegt die Aufenthaltsdauer bei 4,3 Tagen. In Schramberg insgesamt bei 3,9 Tagen.
In den Beherbergungsbetrieben in Schramberg ist die Zahl der Privatreisenden mit gut 18.000 annähernd gleichgeblieben. Bei den Geschäftsreisenden hingegen ist die Zahl um gut 600 deutlich auf 4.633 gesunken.
Die meisten Gäste kommen aus Deutschland
Weiterhin mit 47 Prozent sind die Familien die größte Besuchergruppe. Paare und Einzelreisende machen etwa 22 Prozent aus, gefolgt von Geschäftsreisenden (18 Prozent) und Gruppenreisen (13 Prozent).
Die weitaus meisten Besucher (82 Prozent) kommen aus Deutschland, gefolgt von den Niederlanden (sechs Prozent) und Schweiz mit zwei Prozent. Aus Baden-Württemberg kommt etwa die Hälfte aller Gäste aus Deutschland.
Veranstaltungen (auch) für die Gäste
Mit zahlreichen, auch kleineren Veranstaltungen stütze die Stadt den Tourismus, so Liedke. Dazu zählten etwa die Frühlingsrallye durch die Innenstadt, die Streetfood Fiesta, der Megatrail, oder der Weihnachtsweg auf der Hutneck, die Summerland-Veranstaltungen in Tennenbronn, der „Stadtstrand“, Stadtführungen, Pilzexkursionen oder auch Führungen auf der Burg und der Weihnachtsmarkt.
Liedke freute sich, dass ein bekannter Reisejournalist Tennenbronn zu den acht schönsten Urlaubsorten im Schwarzwald gezählt habe. Bei der Qualitätskontrolle erwähnte sie die erfolgreiche Rezertifizierung der Genießerpfade und der Touristinfos.
Kinzigtal-Steig kommt
Bei der Kooperation mit der Kinzigtaltourismus hob sie den fast fertigen „Kinzigtal-Steig“ hervor. Am 11. Oktober werde dieser eröffnet. Schließlich erinnerte Liedke an die fünf Ziele der Tourismusstrategie. Dabei gehe es unter anderem darum, die Wertschöpfung weiter zu verbessern.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr dankte Liedke und den Mitarbeitenden in den Bürgerbüros für ihre Arbeit. Der Rat nahm den Bericht zur Kenntnis.
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