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Tennenbronner Schwimmbad: Schummeln manche Badegäste?


Im April war noch alles ruhig. Foto: him

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 03.07.2026 - Im Tennenbronner Schwimmbad Badschnass werde „beim Eintritt viel betrogen“. Das hat Monika Kaltenbacher (SPD-Buntspecht) im Gemeinderat berichtet. Das Bäderpersonal nehme daher den Kassenautomat immer wieder außer Betrieb. Stadtwerkeleiter Peter Kälble war das neu. Er hatte zuvor unter „Bekanntgaben“ über Schwimmbadthemen berichtet.

 

Kaltenbacher erzählte, Erwachsene würden mit „ermäßigten-Karte“ durch die Kontrollschranke gehen. „Manche probieren sogar, ihre Eintrittskarte doppelt zu nutzen.“ Das Bäderpersonal habe den Kartenautomat „Außer Betrieb“ genommen und an der Kasse kassiert, „weil der Betrug Überhand nahm“.

 

„Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“

 

Kaltenbacher regte an, das Bäderpersonal sollte doch spontan nach dem Einlass die Eintrittskarten kontrollieren.

 

Peter Bösch (CDU) hatte gehört, dass die Jahreskarten für Jugendliche aus dem vergangenen Jahr auch dieses Jahr noch funktionierten.

 

Für Peter Kälble waren „die Informationen neu“, er hielt die Kontrollen für „vorstellbar“, erinnerte aber an die Personalknappheit. Er sei froh, dass man im Schramberger Freibad keine Security-Kräfte benötige.  „Andere Bäder brauchen das.“

 

Im Hallenbad Kontrollen angekündigt

 

Eine regelmäßige Hallen- und Freibadbesucherin hat mir berichtet, dass sie kürzlich mit ihrer Wertkarte am Automat habe zahlen wollen. Dort allerdings hing ein Schild über dem Display: „Bitte an der Kasse bezahlen.“ Der Automat habe aber funktioniert.

 

Als im Hallenbad „Badschnass“ im Januar die neuen Preise in Kraft traten und die Rentnervergünstigung entfallen war, hatte das dortige Bäderpersonal per Aushang stichprobenartige Kartenkontrollen angekündigt. Außerdem waren häufiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kassenbereich präsent.

 

Super Freibadwetter

 

Kälble hatte zuvor einen Anstieg der Badegäste um 16 Prozent in den ersten Wochen dieses Jahres im Vergleich zum letzten Jahr vermeldet: „Wir haben gerade sehr gutes Freibadwetter“, so Kälble. Aber auch der Juni 2025 sei schon sehr gut gewesen. Im Juli und August sei dann das Wetter 2025 eher schlecht gewesen. „Hoffen wir auf einen guten Juli und August.“

 

Hallenbadschließung „nicht gut gelaufen“

 

Kälble ging auf die plötzliche Schließung des Hallenbads Ende Juni ein. Er bedauerte, das sei „in der Kommunikation nicht gut gelaufen“. Zwei Fachkräfte seien krankheitsbedingt ausgefallen. Er gehe davon aus, dass ab dem 10. Juli bis zur offiziellen Schließung am 20. Juli der Hallenbadbetrieb nochmal möglich sein werde. Bei der Kommunikation möchte Kälble „nachschärfen“ und dafür sorgen, dass Änderungen schnell übers Internet und die Zeitung veröffentlicht werden.

 

Badabdeckung rechnet sich nicht

 

Beantwortet hatte Kälble auch eine Anfrage von Stadtrat Thomas Brugger (CDU). Dieser hatte sich erkundigt, ob sich nicht Energie dadurch sparen ließe, dass man die Becken nachts abdecke.

Eine solche Abdeckung hate man schon im Vorfeld der großen Sanierung des Bades diskutiert. Damals hätten die Kosten bei etwa 100.000 Euro gelegen. Ein nachträglicher Einbau würde noch teurer werden, weil die Abdeckungen am Beckenrand versenkt werden müssten. „Über die Energieeinsparung würde sich die Abdeckung nicht rechnen.“

 

Solarthermie und Wärmepumpe dito

 

Damals habe man auch überlegt, Solarthermie einzusetzen. Mit dem Blockheizkraftwerk habe man aber eine gute Alternative gehabt. Die Solarthermie würde weniger Strom bringen. Außerdem waren die Dächer sanierungsbedürftig. Man könne aber im Rahmen des Wirtschaftsplans der Stadtwerke nochmals darüber beraten.

 

Die Stadtwerke hätten im September 2024 bereits ein Konzept mit einer Wärmepumpe erarbeiten lassen, um so möglicherweise zur Dekarbonisierung, also weniger CO2-Ausstoss beizutragen. Eine solche große Wärmepumpe hätte damals 460.000 Euro gekostet. Hinzu wären jährlich etwa 20.000 Euro an laufenden Kosten gekommen. „Die Dekarbonisierung würde relativ teuer“, so Kälble.

 

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