Schramberg - News

Wogen gehen in Sachen Entschädigung der Landwirte weiter hoch

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 15.10.2026 - Die Wogen glätten wollte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr im Verwaltungsausschuss in Sachen Landwirte-Entschädigung. Es hat ja einen veritablen Streit darum gegeben, ob die Stadtverwaltung die Landwirte, die beim Waldbrand im Töswald die Feuerwehr unterstützten, korrekt behandelt hat.

 

Eisenlohr hat unter Bekanntgaben nochmals die Fakten zurechtgerückt. Vorneweg betonte sie: „Wir alle sind sehr dankbar für die schnelle und unbürokratische Hilfe der Landwirte.“ Auch bei CDU-Stadtrat Peter Bösch bedankte sie sich für dessen Unterstützung. Dieser hatte den Kontakt zu den beteiligten Landwirten aus Tennenbronn und der Umgebung hergestellt, als es um eine mögliche Entschädigung ging.

 

Gegendarstellung in anderer Form veröffentlicht

 

Die Verwaltung hatte sich gegen die Darstellung im Lokalblatt gewehrt, das ihr Untätigkeit vorgeworfen hatte. Die Gegendarstellung hat das Blatt dann zwar nicht also solche, aber immerhin als Stellungnahme veröffentlicht.

 

Spritkosten für alle

 

Mit dem Blick nach vorn erklärte Eisenlohr im VA, die Stadt werde zunächst den Landwirten ihre Spritkosten erstatten. Außerdem werde sie ein Helferfest in Tennenbronn organisieren. Wer von den Landwirten auch die Kosten für die Geräte und die Arbeitsstunden erstattet haben möchte, möge dies der Verwaltung mitteilen.

 

Um für zukünftige Waldbrände oder ähnliche Lagen vorbereitet zu sein, werde Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle ein Konzept erarbeiten, „wie wir in solchen Fällen schnell entschädigen können“.

 

Peter Bösch  bleibt unzufrieden

 

Peter Bösch meldete sich zu Wort. Er sei beim Lesen der städtischen Stellungnahme „baff“ gewesen. Es habe sich so angehört, als ob er Schuld daran sei, dass die Entschädigungen nicht schneller geflossen seien. Er sei nicht „Sprecher der Landwirte“, wie er in der städtischen Stellungnahmen genannt werde.

Bösch betonte, er sei auch durchaus im Stande eine Mail zu schreiben meinte er mit Blick auf mich. Er finde einfach, ein Telefongespräch sei effektiver. (Ich hatte in einem Bericht Bösch mit einer Bemerkung zum E-Mail-Schreiben zitiert, nach einem weiteren Gespräch in der Sitzungspause mit ihm dies aber korrigiert.)

 

Geplänkel Reuter – Eisenlohr

 

Die Gegendarstellung der Stadt habe nichts mit seiner Person zu tun, entgegnete Eisenlohr. In ihrer Gegendarstellung sei es der Stadt „allein um die polemische Darstellung“ in der Zeitung gegangen, man habe acht Wochen lang nichts getan.

 

Jürgen Reuter (Aktive Bürger) hielt Eisenlohr vor, dass sie mit der Pressemitteilung etwas lanciert habe. Um der Verwaltung beim Herausfinden der 52 Adressen der betroffenen Landwirte zu helfen, bot Reuter Eisenlohr ein Einwohnerbuch an. Das hat sie allerdings dankend abgelehnt: „Die Daten liegen uns vor.“ Im Übrigen sei sie „in den operativen Vorgang nicht involviert“ gewesen.

 

Mit dem Wogen glätten hat das zumindest bei Jürgen Reuter nicht geklappt.

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