Schramberg - News

Stadt hilft Athletenverein beim Kauf einer Ringermatte


Die Turn- und Festhalle Sulgen. Foto: him

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 13.10.2026 - Für den Athletenverein Germania in Sulgen macht die Stadt 7.100 Euro locker. Mit dem Geld möchte der Verein eine Ringermatte für die Empore in der Sulgener Turn- und Festhalle kaufen. Das Geld wird aber in Form einer zweckgebundenen Spende an die Stadt zurückfließen. Insgesamt wird die Matte gut 38.000 Euro kosten.

 

Klingt eigenartig, hat aber mit einem Zuschuss zu tun, den der Athletenverein bei LEADER gestellt hat. Dafür braucht man eine Finanzierungszusage der Stadt. Dann kann LEADER bis zu 40 Prozent der Kosten fördern.

Eigentlich ist die Stadt derzeit so klamm, dass man die Vereine aufgefordert hat, keine Zuschussanträge zu stellen, wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr im Verwaltungsausschuss erklärte. Ausnahme seien Anträge, in denen es um die Sicherheit gehe.

 

Förderung kostet nichts

 

Bei der Ringermatte aber habe der Verein angeboten, den städtischen Anteil in Form einer Spende an die Stadt zurückfließen zu lassen. Im Publikum war auch der Vorsitzende des Athletenbundes Ralf Herzog.

Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch erläuterte, der Verein wolle die Matte auf der Empore auslegen. So habe man eine weitere Trainingsmöglichkeit. Auch alle anderen Vereine werden die Matte nutzen können. Auch sei mit den Athleten vereinbart, dass diese die Matte beiseite räumen, wenn andere Veranstalter die Empore ohne Matte nutzen wollen, etwa bei einer Ausstellung oder an der Fasnet.

 

Ralf Rückert (Freie/Neue Liste) fand es sei doch eine hohe Summe, die die Ringer da aufbringen müssen. Da die Matte auch anderen Vereinen und im Rahmen der Ganztagsbetreuung für die Grund- und Werkrealschule zur Verfügung stehe, könnte die Stadt die gut 7000 Euro auch als Sicherungsleistung gewähren. Rückert fürchtet: „Am Ende bleibt der Verein auf den Kosten sitzen.“

 

Gwosch hat abgewunken. Als Verwaltung sei man über die gefundene Lösung froh. „Wir hoffen jetzt auf den LEADER-Zuschuss.“ Da auch Athletenbund-Chef Herzog mit dem Kopf nickte, waren alle Ausschussmitglieder mit dem Vorgehen einverstanden und stimmten geschlossen zu.

 

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