Schramberg - News

Waldbrand: Versicherung zahlt für Schaden an der Drehleiter


Der Korb an der Drehleiter ist ein High-Tech-Teil.

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 04.10.2026 - Eine gute Nachricht zum Waldbrand am Tösberg hatte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr für den Gemeinderat. Die Versicherung zahlt den demolierten Korb an der Drehleiter. Die schlechte Nachricht kam später: Die Entschädigungen für die Wasser fahrenden Landwirte könnte mehr als 50.000 Euro ausmachen. Und der Burgenpfad bleibt am Tösberg gesperrt.

 

„Die Versicherung zahlt 107.000 Euro für den neuen Korb“, gab Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr im Gemeinderat bekannt. Ein Steinschlag während der Waldbrandbekämpfung hatte den Korb oben an der Drehleiter irreparabel beschädigt, wie Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle im Ausschuss für Umwelt und Technik berichtet hatte.

 

Um während der Neubeschaffung weiter einsatzbereit zu sein, hatte die Stadt einen Ersatzkorb für weitere knapp 11.000 Euro für 60 Tage gemietet. Diese Mietzeit müsse man möglicherweise noch etwas verlängern, so Eisenlohr. Und diese Miete zahle die Versicherung wohl leider nicht, bedauerte sie. Dennoch werde „ein großer Batzen“ nun von der Versicherung abgedeckt.

 

Landwirte warten auf Entschädigung

 

CDU-Stadtrat und Landwirt Peter Bösch aus Tennenbronn kam auf das Thema Entschädigungen für die Landwirte zu sprechen: „Ich suche immer noch eine Tankstelle, wo ich für ein Dankeschön Diesel kaufen kann“, meinte er bitter. Er beklagte, dass die Landwirte, die Mitte August mit ihren Traktoren und Güllefässern zehntausende Liter Wasser an den Waldbrand gefahren hatten, bislang noch keine Entschädigung erhalten hätten. Bei den Landwirten sei darüber der Ärger groß.

 

Oberbürgermeisterin Eisenlohr entgegnete, es gehe nicht nur um den Diesel, sondern auch um die vielen Stunden und die Verdienstausfälle, die die Landwirte gehabt hätten.

 

Sie dankte Bösch, der die entsprechenden Zahlen über den Maschinenring beigebracht hatte.

„Die Gesamtsumme ist so hoch, dass wir außerplanmäßige Mittel beantragen müssen“, erläuterte Eisenlohr. Man sei bei „einer mittleren fünfstelligen Summe“ gelandet. Sie nannte diese dann doch konkret: 54.000 Euro. Das müsse der Gemeinderat beschließen.

 

Miteinander reden

 

Bösch war nicht zufrieden. Ihm ging es eher um die Kommunikation: „Man hört nichts mehr.“ Er findet, es wäre wichtiger, den Landwirten schnell eine kleinere Entschädigung zu zahlen, als diese lange warten zu lassen. Seines Wissen wolle keiner der Landwirte tatsächlich die volle Erstattung. „Aber wir müssen miteinander reden.“

 

Der zuständige Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß setzte zu einer Erklärung an, brach aber wieder ab und verwies auf den nichtöffentlichen Teil.

 

Burgenpfad bleibt unterbrochen

 

Weiterhin gesperrt bleibt der Burgenpfad im Bereich des Tösbergs. Am Zugang oberhalb des Felsenkellers weist ein Schild auf die Lebensgefahr durch Steinschlag hin. Wanderern empfiehlt die Stadt eine Umleitung über die Tösstraße und dann an der Geißhalde hoch Richtung Lauterbach Wasserfälle.

 

Man kann aber auch einfach an der Landesstraße auf dem Gehweg vom Felsenkeller bis zum Sammelweiher wandern. Der Weg an der Straße ist maximal einen halben Kilometer lang, wegen der Autos nicht so prickelnd, aber leichter zu finden. Wie lange die Sperrung noch dauern wird, konnte Stadtsprecher Hannes Herrmann nicht sagen.

 

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