Schramberg - News

Haushaltskonsolidierung betrifft auch die städtische IT


Das städtische IT Zentrum im Gymnasium. Archiv-Foto: him

Von Martin Himmelheber

 

Schramberg. 25.05.2026 - Viel Geld gibt die Stadt alljährlich für die städtische IT aus, Hardware und Software und zehn Beschäftigte in der IT wollen bezahlt sein. Klar, dass im Rahmen der Haushalts Konsolidierung der Gemeinderat auch hier angesetzt hat. Im Verwaltungsausschuss haben Abteilungsleiterin Ute Vogel von der Organisation und IT-Leiter Ulrich Greilinger nun berichtet, welche Einsparmöglichkeiten die Verwaltung sieht.

 

Das Team betreue sowohl das Verwaltungs- als auch das Schulnetz, so Vogel. Das seien etwa 3700 Geräte wie PCs, Laptops, Drucker, Tablets oder Smartphones, ergänzte Greilinger. Diese befänden sich an den städtischen Schulen und in der Verwaltung. Allein in der Verwaltung haben die zehn IT-ler 460 Ansprechpartnerinnen und Partner.

 

Insgesamt 172 Fachverfahren werden innerhalb der Verwaltung angewendet. Das reiche vom Dokumentenmanagement bis zur Datensicherheit. Insgesamt etwa zwei Millionen Euro umfasse das Budget. Allein für die Softwarelizenzen zahle die Stadt jährlich etwa 1,66 Millionen Euro, berichtete Vogel. Hinzu kommen 200.000 Euro Telekomgebühren und etwas 135.000 Euro für neue Hardware.

 

Sparen nicht so einfach

 

Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung prüfe seine Abteilung, “welche Systeme können wir zusammenfassen“, so Greilinger.  „Open-Source-Software“ wolle man einsetzen, „wenn es geht und wir einen Dienstleister dafür finden“, schränkte er ein.

 

Bei der Hardware überlege man, ob man das Ausdrucken zentralisieren könne. Auch bei den Arbeitsplätzen wäre es manchmal möglich, dass mehrere Beschäftigte sich einen Arbeitsplatz teilen. All das seien „keine einfachen Themen bei 172 Fachverfahren“, gab Greilinger zu bedenken.

 

Kurzfristig werde es daher nur ein paar Einsparungen bei der städtischen IT geben können, so Vogel. In ihrer Vorlage schreibt sie von etwa 63.000 Euro. Mittelfristig könnten geänderte Strukturen weitere Einsparpotenziale bringen.

 

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr sagte zu, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), wie von der Fraktion SPD-Buntspecht vorgeschlagen, für die Baurechtsbehörde zu prüfen. Die Verwaltung werde berichten, und der Rat könne dann entscheiden. Im vierten Quartal soll dann wieder informiert werden.

 

Serverpreise vervielfacht

 

Tanja Witkowski (SPD-Buntspecht) erkundigte sich nach den Preissteigerungen etwa bei Servern. Da habe es teilweise enorme Sprünge gegeben, so Greilinger. Bis zum 20-Fachen müsse man bei Servern derzeit zahlen. Die gute Nachricht: „Wir müssen dieses Jahr nicht viel bei Servern austauschen.“ Aber auch bei anderen Geräten hätten sich die Preise teils verdoppelt.

 

Barbara Kunst (CDU) fragte nach der Möglichkeit von Cloud-Lösungen, um nicht alles auf dem Server haben zu müssen. Auch Refurbished-Geräte, also aufgefrischte Gebrauchtgeräte, seien „oft super und kosten die Hälfte“. Beides prüfe man und setze es auch teilweise um. Bei Cloudlösungen gebe es aber Datenschutzprobleme, weil die Daten in den USA gespeichert würden.

 

IT-Abteilung wichtig für die Stadt

 

Ralf Rückert (Freie/Neue Liste) betonte, die zehn Mitarbeiter brauche die Stadt. Das zeige, „welchen Aufwand die IT generiert“. Ihn wunderten die Telekomkosten, die Stadt verfüge doch über ihr internes Glasfasernetz. Rückert erkundigte sich nach einem Datenschutzbeauftragten der Stadt. Bei KI sah er einerseits weitere Kosten auf die Stadt zukommen. Andererseits könne es auch Geld sparen, wenn man KI etwa für das Erstellen von Vorlagen einsetze. Solche Tools gebe es bereits beim Anbieter Komm.One.

 

Eisenlohr entgegnete, Komm.One stelle solche Tools „in Aussicht“. Wann sie tatsächlich kämen, sei offen. Eine neue Software, um die Ratsprotokolle zu erstellen, werde, wie vom Rat beschlossen, angeschafft und eingesetzt.

 

Zum Datenschutzbeauftragten antwortete Greilinger, ein externer Fachmann sei damit beauftragt, dieser arbeite „vollständig autonom“. Die Kosten für die Telekom umfassten die Handyverträge und Festnetzanschlüsse, aber auch Notrufanschlüsse in Aufzügen.

 

Der Ausschuss hat den Bericht zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, über die erzielten Einsparungen gegen Ende des Jahres zu berichten.

 

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