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Der Wohnmobilplatz im Wittumgelände wird rege angefahren.
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 12.05.2026 - Für die öffentlichen Wohnmobilstellplätze bei der H.A.U. und in Sulgen auf dem Wittumparkplatz möchte die Stadt nun Gebühren fordern. Pro Nacht sollen 16 Euro fällig werden. Eingeschlossen ist dabei die auf 2,60 Euro pro Nacht angehobene Kurtaxe für zwei Personen, wie Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß in seiner Vorlage ausgeführt hat. Der Gemeinderat hat die erforderliche Änderung der Parkgebührensatzung einstimmig beschlossen.
Die Verwaltung hat im Rat auf die Anbieter von privaten Wohnmobilstellplätzen hingewiesen. Deren Plätze würden weniger genutzt, wenn die Wohnmobilisten auf städtischen Plätzen kostenlos übernachten könnten. Sie hatten deshalb erhebliche Einbußen.
16 oder 18 Euro?
In der Aussprache hat CDU-Fraktionssprecher Thomas Brantner darauf hingewiesen, seine Fraktion habe schon früher gefordert, dass eine Anpassung geschieht. Er sah eine Gebühr von 18 Euro als angemessen an. Im Vergleich zu umliegenden Gemeinde wäre man dann aber sehr teuer. „Man muss immer auch schauen, was angeboten wird“, so Brantner.
Im Vergleich zu anderen Wohnmobilstellplätzen in Baden-Württemberg läge man in Schramberg noch relativ weit unten. Er forderte, die Verwaltung solle die weitere Entwicklung im Auge behalten und die Höhe der Gebühren prüfen.
Tennenbronn und Waldmössingen werden Wohnmobilstellplätze ebenfalls gebührenpflichtig
Seine Frage, weshalb Waldmössingen und Tennenbronn nicht dabei seien, hatte Rehfuß in seiner Vorlage schon beantwortet: „Ob und in welcher Höhe die Wohnmobilstellplätze in den anderen Ortsteilen ebenfalls kostenpflichtig werden“, solle im Zuge der Neufassung der Gebührensatzung im zweiten oder dritten Quartal 2026 geklärt werden, heißt es da.
Schramberg und Sulgen sollten schneller beschlossen werden, weil die Wohnmobilsaison ja schon begonnen hat. Die CDU möchte erreichen, dass auch in den beiden Stadtteilen Gebühren erhoben werden.
Konuskarte inkludiert
Ralf Rückert von der Freien/Neuen Liste wünschte sich eine Auflistung, was angeboten wird, welche Leistungen von der Kurtaxe abgedeckt werden und ob auch die Konus-Card dabei ist. Er fand, 16 Euro seien nicht wenig. „Da muss es eine hohe Qualität geben.“
Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann bestätigte, die Konus Karte sei in der Kurtaxe „inkludiert“. Allerdings habe man bei einem Transit-Platz keinen Bedarf an Konus-Karte. Diese könnten sich Gäste ab zwei Übernachtungen über das Museum einschließlich eines Leistungskatalogs holen. Die Konus Karte koste etwa 70 Cent pro Übernachtung.
Für die SPD-Buntspechtfraktion erklärte Mirko Witkowski, man werde dem Beschlussvorschlag zustimmen. Auch er fand es wichtig, dass die Stadt den privaten Anbietern keine kostenlose Konkurrenz machen sollte. „Es ist deshalb gut, sofort zu handeln.“ Für die grundsätzliche Überarbeitung der Parkgebührensatzung mahnte Witkowski einen Termin gleich in der ersten Sitzungsrunde im September an.
Bezahlen über die App?
Wie die Gebühren kassiert werden sollen, ist wohl noch offengeblieben. Ob die Stadt jeweils neue Parkscheinautomaten für je 10.000 Euro anschafft oder über die „Parkster-App“ die Wohnmobilisten zahlen lässt, geht aus der Vorlage nicht hervor.
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