
A -Geschäftszentrum B - Organisches Quartier C – Innovation
Von Martin Himmelheber
Schramberg. 15.05.2026 - Mit den Plänen für den Innovationspark Schwarzwald hat sich kürzlich auch der Gemeinderat befasst. Bereits Ende April hatte der Ausschuss für Umwelt und Technik das Thema behandelt. Dabei machte die Verwaltung klar, dass es Schwierigkeiten beim Grunderwerb im Westen und bei der Waldumwandlung im Osten gibt.
Zunächst hatte die Verwaltung nochmals die Bewertungsmatrix vorgestellt. Die Idee: große Bauabschnitte, die in kleinere Bauabschnitte zerlegt werden können. Auch das Problem, dass der Waldausgleich nicht gelingen wird, kam zur Sprache. Schließlich ging Stadtplaner Joschka Joos auf die Frage ein: „Wo bringt die Fläche Geld, wo kostet sie Geld?“
Die nächsten Schritte für den Innovationspark aus Sicht der Verwaltung wären, einen Bebauungsplan für die westlichen Cluster aufzustellen. Davor käme noch die Änderung des Flächennutzungsplans.
Gibt es überhaupt ausreichend Bedarf für den Innovationspark?
Die Probleme: „Wie wollen wir 60 Hektar genehmigt bekommen?“ Eine Gewerbeentwicklungsanalyse werde womöglich zeigen, dass der Bedarf geringer sei. Man benötige eine generelle Fortschreibung des Flächennutzungsplans. „Wir müssen jetzt mit einem Teilbauabschnitt beginnen“, so Joos, „und dann in Gespräche gehen.“ Auch für die Waldumwandlung sei ein Bebauungsplan notwendig.
Man habe aber wenig Hoffnung, dass in einem Jahr eine Genehmigung da ist. Flächentechnisch sei es am sinnvollsten, beim Gebiet an Edeka/ Norma anzuknüpfen und auf der anderen Straßenseite mit der Erschließung zu beginnen.
Die Verwaltung schlug deshalb vor, beim Cluster A zu beginnen und etwa die Hälfte der Cluster B oder C hinzuzunehmen. Allerdings gehören hier die Grundstücke noch nicht alle der Stadt.
CDU: Flächen vorhalten ist wichtig
Thomas Brugger (CDU fand es wichtig, dass Dinge gestartet werden. Die Stadt müsse Flächen vorhalten, um interessanten Firmen etwas anbieten zu können. Als Beispiele nannte er die IT Firma Wienen und Hitcom, die wegen mangelnder Flächen ins Umland abgewandert seien.
Im Fall Wienen widersprach Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Wienen IT sei nicht wegen Flächenknappheit umgezogen. Thomas Brantner (CDU) erinnerte an Probleme in der Vergangenheit. „Schon öfter“ habe die Stadt zu wenig Platz bieten können.
Maurer: Gebiet teilen
Sein Fraktionskollege Clemens Maurer stellte weitere Anträge nämlich das gesamte Gebiet in West und Ost aufzuteilen. Dabei sollte der Fokus auf West gelegt werden, während der Ostteil (der bewaldet ist und deshalb kaum entwickelt werden kann) mitgedacht werden könne. Er sollte aber keine Priorität besitzen, so Maurer.
Die Abschnitte B und C seien von Bedeutung, aber dort sollte auch Gewerbe mit aufgenommen werden, die Stadt sollte hier nicht auf Gewerbe und Industrie verzichten.
Stadtplaner Joos wies darauf hin, dass bauplanungsrechtlich Gewerbegebiet und Industriegebiet unterschieden würden. Gedacht sei bei einer Entwicklung von West nach Ost: von Kleingewerbe zu Großindustrie.
Auf den Westen konzentrieren
Der Gemeinderat hat schließlich einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Ergebnisse der Bewertungsmatrix in den weiteren Planungsprozess zu übernehmen und die nächsten Schritte hinsichtlich des Entwicklungsmodells, der Fortschreibung des Flächennutzungsplans sowie der Bebauungsplanung vorzubereiten.
Der Gemeinderat hat ebenfalls einstimmig beschlossen, die Cluster A, B und C als „Innnovationspark Schwarzwald West“ weiter zu verfolgen. In den Clustern B und C müssen die Nutzungsarten Industrie- und Gewerbegebiet ebenfalls untergebracht werden.
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