Schramberg - News

Knappe Entscheidung für Kennzeichenprojekt


Foto von ChatGPT erzeugt: Stadt Schramberg

Von Martin Himmelheber

Schramberg. 12.05.2026 - Mit einer Stimme Mehrheit hat Oberbürgermeisterin einen Kennzeichenbeschluss im Rat erreicht. Demnach darf sich die Stadtverwaltung weiter darum bemühen, für Schramberg ein eigenes Kennzeichen zu ergattern. Allerdings fehlt die Festlegung auf SRA als Kürzel für Schramberg, es darf auch SBR oder SRG werden. Wir haben schon zwei Mal darüber berichtet.

Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hatte wie schon im Ausschuss sehr für die Idee geworben. Am Ende hatte sie den bisherigen Beschlussvorschlag geändert. Nämlich, dass neben SRA auch als Möglichkeiten SBR und SRG angedacht werden können.

Eisenlohr hatte auch angeregt, man könne eine informelle Befragung online oder per Postkarte machen, welches Kürzel die Schramberger bevorzugen würden. Einen Vorschlag aus dem Gremium, das per Bürgerbefragung herauszufinden, hat der Rat mit großer Mehrheit abgelehnt. 21 Rätinnen und Räte fanden das überflüssig.

Kosten noch nicht abschließend bekannt

Eisenlohr erinnerte daran, dass die Buchstabenkombination SRA für lebhafte Diskussionen gesorgt habe. Auch bestehe kein Zeitdruck da der Bundesgesetzgeber erst noch die Möglichkeit solcher Kennzeichen für Städte ab 20.000 Einwohnern schaffen müsse. Das Autokennzeichen sei „selbstverständlich kein großes Projekt“, so Eisenlohr, es flössen auch keine großen Verwaltungskosten hinein. Aber Schramberg solle diese Chance ergreifen.

Zur Finanzierung stellte sie klar, dass man bisher nur eine ungefähre Größenordnung habe. Das Landratsamt hatte von Umstellungskosten von 1000 Euro gesprochen, später aber erklärt, da könnten weitere Kosten oben drauf kommen.

Eisenlohr berichtete, viele Zulassungsstellen verzichteten auf Gebühren an die Stadt, da das Geld durch viele Kennzeichen wieder reinkäme. Auch das sei möglich. Sie wusste von Bürgern, die wünschten, Schramberg solle sein „Licht nicht mehr länger unter den Scheffel stellen“.

Steim: „Kennzeichenwald“

Hannes Steim (CDU) meldete sich zu Wort. Er betonte, es sei ein Unterschied, ob es ein Kennzeichen früher schon einmal gegeben habe (wie WOL für den Altkreis Wolfach) oder erst neu erfunden werde. Er wies drauf hin, dass der Kreis Rottweil relativ klein sei. Steim: „Im ganzen Kennzeichenwald sieht man gar kein Land mehr.“

Susanne Andreae (SPD-Buntspecht) schlug vor, man sollte im Vorhinein einen finanziellen Rahmen setzen, und das Budget deckeln. Sie fragte, ob man ein Kürzel reservieren kann.

Dieterle: „Bemerkenswertes Engagement der Oberbürgermeisterin“

Dominik Dieterle (CDU) bezweifelte, ob die neuen Kennzeichen überhaupt kommen und riet, das “einfach nebenher“ laufen zu lassen. Er würde das grundsätzlich unterstützen. „Aber hat die Bundesregierung gerade nicht auch andere Probleme“, fragte er rhetorisch.

Dieterle fand Eisenlohrs Engagement für das SRA-Kennzeichen oder den seitlichen Rathausplatz bemerkenswert. Er wünschte es sich auch bei Themen wie Krankenhaus oder Innovationspark Schießacker.

Sein Fraktionskollege Jürgen Winter sah die Diskussion um das eigene Kennzeichen für Schramberg positiv:  Die Identifikation vieler Bürgerinnen und Bürger schwinge hier mit.

14:13 – Knappste denkbare Zustimmung

Dem Beschlussvorschlag, die Verwaltung zu beauftragen, „nach Vorliegen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die für die Einführung eines eigenen Kfz-Kennzeichens notwendigen Anträge zu stellen“ stimmten 14 Rätinnen und Räte zu. In Frage kommen die Kürzel: SRA, SRG und SBR.

Dagegen stimmten Clemens Maurer, Thomas Brantner, Sabine Haas, Michael Melvin, Patrick Fleig und Hannes Steim (alle CDU), Ralf Rückert, Emil Rode und Oskar Rapp (Freie/Neue Liste), Volker Liebermann (ÖDP), Frank Kuner und Jürgen Reuter (Aktive Bürger) sowie Monika Kaltenbacher (SPD-Buntspecht). Es gab eine Enthaltung von Thomas Brugger (CDU). (Diesen Bericht ermöglichte die tatkräftige Unterstützung einer fleißigen Gemeinderätin, danke Dir!)

 

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