SPD-Ortsverein beobachtet Entwicklung in der Türkei mit Sorge

Veröffentlicht am 20.06.2013 in Ortsverein

Schramberg. Neben vorwiegend lokalpolitischen Themen diskutierte die Schramberger SPD in ihrer jüngsten Vorstandsitzung Dienstag, 11. Juni, auch die aktuellen Ereignisse in Istanbul und in anderen Städten in der Türkei. Dort liefern sich Polizei und Demonstranten teilweise heftige Straßenkämpfe.

Die Ereignisse in der Türkei wirken direkt nach Schramberg hinein. Viele in Schramberg lebende türkeistämmige Familien haben Verwandte oder Freunde in Istanbul, diese erleben die Straßenschlachten direkt mit. Viele davon sind sogar selbst Opfer von Tränengas und Wasserwerfern geworden. Manchmal einfach nur, weil sie irgendwie zwischen die Fronten geraten sind. Eine Schrambergerin wohnt so nahe am Geschehen, dass bei ihr abends das Tränengas in der Wohnung steht.

Türkeistämmige Vorstandsmitglieder berichteten von der Brutalität, mit der die Polizei gegen meist friedliche Demonstranten vorgeht.

Die türkische Gesellschaft befindet sich in einer Zerreißprobe. Auch in Schramberg verläuft ein tiefer Graben zwischen Anhängern des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und denen, die mit den Demonstranten sympathisieren. Teilweise kommt es zum Bruch alter Freundschaften. Manche Kinder dürfen sogar nicht mehr miteinander spielen.
Alle Vorstandsmitglieder zeigten sich von den Berichten erschrocken. Gewalt darf kein Mittel der Auseinandersetzung sein.

Demonstrationsfreiheit und freie Meinungsäußerung sind Grundwerte der Sozialdemokratie. Der Ortsverein Schramberg verurteilt deshalb das gewaltsame Vorgehen des türkischen Staates gegen seine eigenen Bürger. Berichte, dass nun sogar die Armee eingesetzt werden soll, um die Situation zu klären, beobachten die Schramberger Sozialdemokraten mit großer Sorge.

 

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