SPD nimmt Hallenbad unter die Lupe

Veröffentlicht am 07.05.2009 in Kommunalpolitik

Schwimmeister Joachim Ragg (vier von links) erläuterte der SPD, wie dringend die Sanierung des Hallenbades ist. Foto: mp

Schramberg (mp). Die Zukunft des Hallenbades ist für die Schramberger SPD ein wichtiges Thema. Deshalb war es nicht erstaunlich, dass sich am letzten Dienstag eine ganze Reihe von SPD-Gemeinderatsmitgliedern und Kandidaten für die Kommunalwahl von Schwimmmeister Joachim Ragg über den Zustand des Bades informieren ließen.

Teilweise war man schon erstaunt darüber, was alles dringend renoviert werden muss. Man konnte deutlich sehen, dass an verschiedenen Stellen eine Betonsanierung ansteht und wunderte sich, dass es keinen Behindertenaufgang gibt. Nicht mehr genutzte Heizungsrohre in den Sammelumkleideräumen, die nur noch als Schmutzfänger dienen, strahlen genauso den „Charme der frühen Siebzigerjahre“ aus wie die abgesessenen Holzbänke in den Umkleidekabinen und die Fließen, die seit dem Bau des Bades im Jahr 1972 nicht mehr grundlegend verändert wurden. Die Beleuchtung in der Schwimmhalle wirkt wie die in einem Kreissaal, und wenn man das Kondenswasser in verschiedenen Fenstern sieht, kann man sich vorstellen, dass die Isolierwirkung nicht mehr besonders toll sein kann.

Und trotzdem gibt es durchaus nicht wenige, die das Hallenbad auf dem Sulgen mögen, auch unter den SPD-Kandidatinnen und –Kandidaten. „Hier kann man wenigstens vernünftig schwimmen“, merkte einer der Besucher an, „ein Spaßbad“, ergänzte er, „brauchen wir hier in Schramberg nicht.“

Damit lag er durchaus auf der Linie von Fraktionssprecher Hans-Jörg Fahrner, der klar machte, dass in den Zeiten fallender Steuereinnahmen kein 8-Millionen-Bad zu realisieren sei. „Aber eine Sanierung ist unumgänglich und wir werden sie fordern“, versprach er. Die Sanierung könne sich nicht nur auf den Sanitärbereich beschränken, erläuterte er, auch das Becken müsse erneuert werden und parallel zum derzeitigen Becken wäre ein Multifunktionsbecken in der Größe von 16 2/3 mal 12 ½ Metern sinnvoll.

In der Diskussion wurde mehrfach bezweifelt, dass es ökonomisch sei, an diesem Ort in das nicht mehr gerade taufrische Gebäude mehrere Millionen zu investieren. Als „alter Saunagänger“ machte Joachim Erdmann klar, dass ein bestimmter Minimalkomfort notwendig sei, um das Abwandern der Saunabesucher zu den privaten Anbietern aufzuhalten. Und als jemand, der bei den Schwimmsport treibenden Vereinen aktiv ist, drückte Michael Porzelt seine Enttäuschung darüber aus, dass die Bürgerversammlung zum Thema Hallenbad so kurzfristig abgesagt worden sei.

 

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