SPD-Landtagskandidat Klaus Eisenhardt besucht den Biolandwirt Josef Günter / Käseproduktion kennengelernt

Veröffentlicht am 07.11.2010 in Pressemitteilungen

Im Gespräch: Josef Günter (von links), Klaus Eisenhardt, Monika Rudolf und Renate Much. Foto: Jens Sikeler

Schramberg-Tennenbronn (js). Es waren lehrreiche drei Stunden für den SPD-Landtagskandidaten Klaus Eisenhardt. Auf dem Mooshof von Josef Günter lernte er alle Stationen der Käseproduktion kennen. Und nebenbei fanden die beiden auch noch die Gelegenheit über die Probleme des Landwirts zu sprechen

Den Käsebruch aus dem großen Bottich zu holen, ist anstrengend. Mit einer weiten Armbewegung sammelt Günter, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion, die Massen in einem Tuch und packt sie dann in runde Formen. Trotzdem schaffte er, sich aufzuregen. Etwa darüber, dass er ab dem 1. Januar 2011 seinen Kälbern eine Gewebeprobe entnehmen muss, ehe sie einen Tierpass bekommen. Oder über die verordnete Impfung gegen die Blauzungenkrankenheit. Es ist nicht zum ersten Mal, dass Eisenhardt diese Klagen hört. Immerhin war er jahrelang im Landesbauernverband tätig. Auch er kann sich manchmal über die Anforderungen der zuständigen Behörden nur wundern und plädierte deshalb für ein „Vorgehen mit Augenmaß“.

Die Milch für die fünf Käsesorten stammt von 21 Kühen. Die verbringen die meiste Zeit des Jahres auf der Weide. Außer den Kühen bevölkern auch noch ein paar Schweine und Hühner den Hof. Alles was auf dem Hof produziert wird, kann man im Hofladen kaufen. Momentan profitiert Günter zudem vom hohen Holzpreis. Schließlich besitzt er auch Wald. Früh hat er auch auf Photovoltaik gesetzt. Diese Diversifizierung sei notwendig um das Risiko zu verteilen, erläuterte er. Eisenhardt beglückwünscht Günter zu seinem erfolgreichen Konzept. „Für einen Schwarzwaldbauern in seiner Lage ist dies sicher die beste Lösung. Damit kann er Preisschwankungen in einzelnen Bereichen ausgleichen und ist nicht von einem einzigen Produkt abhängig.“

Vor 21 Jahren haben Günter und seine Frau Erika den Mooshof von deren Eltern übernommen. Sofort begannen sie damit ihn auf Bioproduktion umzustellen. Eisenhardt kauft privat zwar gerne auch Bioprodukte, dennoch glaubt er nicht, dass langfristig alles „Bio“ werden wird. „Das muss es auch gar nicht“, erklärte er. Viel wichtiger sei, dass alle Landwirte immer umweltschonender und tiergerechter produzieren. „Da mache ich mir aber keine Sorgen“, so Eisenhardt. „Diesen Weg gehen die konventionellen Landwirte in Deutschland schon seit vielen Jahren.“

 

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