Leserbrief zu den geplanten Veränderungen im Schramberger Krankenhaus

Veröffentlicht am 15.02.2009 in Kommunalpolitik

Kreisrat Werner Klank

Schramberg. In einem Leserbrief an die örtlichen Medien hat sich SPD-Kreisrat Dr. med. Werner Klank zum Thema Krankenhaus geäußert. Hier finden Sie den Leserbrief im Original:

Als Kreisrat und Mitglied des Krankenhausaufsichtsrates ist mir die Beschlusslage bezüglich der Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft im Landkreis bekannt. Ich habe für den Beschluss gestimmt. Für einen Neubau habe ich unter der Prämisse zugestimmt, dass dies unter allen Gesichtspunkten die beste Lösung ist. Mittlerweile kommen mir aber erhebliche Zweifel, dass ein Neubau die beste Lösung darstellt. Vielleicht ergeben sich ökonomische Vorteile, die sicher nicht so gravierend sein können, dass man dabei alle anderen Aspekte vernachlässigt. In erster Linie ist dies der Umstand, dass nach Umzug des Krankenhauses in den Neubau die drei Gebäude (Krankenhaus, Personalwohnheim und Villa Junghans) leer stehen. Niemand hat sich bisher dazu geäußert. Häuser, die leer stehen verrotten, als Schramberger ist mir unser Stadtbild nicht gleichgültig. Auch benötigt ein Neubau mit Parkplätzen erhebliche Flächen, mit denen man eigentlich sparsam umgehen sollte!

Ich bin also dafür, dass sich alle Beteiligten Gedanken machen, wie die zukünftige Struktur des Krankenhauses in Schramberg ohne Neubau in den bisherigen Räumlichkeiten verwirklicht werden kann.

Hierzu will ich einige Vorschläge machen:

Das Krankenhaus hat über vier Stockwerke eine sternförmige Anordnung. Durch Nutzung von dreien dieser vier Stockwerke und jeweils aller drei Gebäudeteile könnten die Stationszimmer im Sternmittelpunkt angebracht werden, was einen ökonomischen Betrieb der Stationen mit kurzen Wegen erlauben würde. Die 107 Betten ließen sich auf drei Stockwerken unterbringen.

Ein Umbau des Krankenhauses wie beschrieben lässt sich bei laufendem Betrieb durchaus erledigen. Es sind genügend Stockwerke vorhanden um die Patienten weit weg vom Baugeschehen unterzubringen. Platz für die noch notwendigen Funktionsräume, Verwaltungsräume und die Pflegeschule ist reichlich vorhanden.

Mit einem Umbau könnte sofort begonnen werden. Was vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Weltfinanzkrise und knapperen Steuereinnahmen sicher nicht unbedeutend ist.

Die arbeitsplatznahen Wohnmöglichkeiten für das Personal blieben erhalten.
Eventuelle Abbruchkosten (Krankenhaus und evtl. Personalwohnheim!) sind nicht in den Berechnungen. Der Abriss des wesentlich kleineren Lauterbacher Hallenbades kostete z.B. 110 000 € !

Für die Verbesserung der sicher ungünstigen Parksituation liegen bereits ausgearbeitete Pläne eines Architekten vor. Ein offenes Parkhaus mit etwa 100 Stellplätzen im Berg lässt sich verwirklichen. Diese Vorschläge sind der Kreisverwaltung bereits bekannt.

Im Gegensatz zur Äußerung von Herrn Brobeil beim Informationsabend bin ich der Meinung, dass das Erscheinungsbild des Schramberger Krankenhauses sich durchaus sehen lassen kann.

Alles in Allem scheint mir ein Neubau höchstenfalls dann von Vorteil, wenn man nur die rein ökonomischen Seite betrachtet. Das Schramberger Krankenhaus hat aber noch –wie ich gezeigt habe- andere Aspekte. Diese Aspekte scheinen mir in der gegenwärtigen Diskussion nur unzulänglich berücksichtigt.

 

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