Großer Verlust für Schramberg

Veröffentlicht am 14.02.2009 in Kommunalpolitik

Schramberg. Der Kreistag hat einschneidende Veränderungen für das Krankenhaus in Schramberg beschlossen. Auch in der SPD gibt es kritische Stimmen zum Ergebnis. So kritisiert Vorsitzender Mirko Witkowski, dass das Thema hinter verschlossenen Türen beraten wurde: "Auch bei schwierigen Fragen müssen wir mehr Demokratie wagen."

SPD-Vorsitzender Mirko Witkowski hat kein Verständnis dafür, dass die Gynäkologie und die Geburtshilfe wegfallen: "Man muss sich schon fragen, ob Geld mittlerweile wichtiger ist, als die Menschen?" Dabei richtet sich seine Kritik an dieser Stelle nicht an die Kreisräte: "Ich bin überzeugt davon, dass es sich da niemand leicht gemacht hat." Und weiter: "Wir können nur hoffen, dass die für Schramberg gegebenen Zusagen auch eingehalten werden." Wenn für bestimmte medizinische Eingriffe die Kompetenz an einem Ort zusammengeführt wird und die Patienten so eine bessere medizinische Versorgung bekommen, ist das nach Meinung des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden durchaus sinnvoll.

Für Notfälle muss aber auch weiterhin gelten, dass die Wege zum Krankenhaus so kurz wie möglich sind. Auch bei anstehenden Geburten kann es den werdenden Müttern nicht zugemutet werden, bis nach Rottweil, Villingen-Schwenningen oder Offenburg zu fahren. "So weite Wege sind einfach nicht machbar."

Dass es überhaupt so weit gekommen ist, liegt nach Meinung von Mirko Witkowski vor allem an der Bundes- und Landespolitik. Mit Blick auf das Gesundheitswesen fragt er: "Da werden unglaubliche Summen eingesetzt. Man muss sich schon fragen, wo das ganze Geld bleibt."

Problematisch sieht er die Entwicklung aber auch vor dem Hintergrund der Infrastruktur. Die Polizei hat die Kripo abgezogen und Polizeiposten geschlossen, das Forstamt und das Vermessungsamt wurden ebenfalls in Rottweil zusammengelegt. Für den SPD-Vorsitzenden stellt sich da die Frage, wieso denn alles immer nach Rottweil geht. Hier muss die Frage erlaubt sein, ob man die Einrichtungen nicht auch gleichmäßig über das Kreisgebiet verteilen kann.

 

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