Bund und Land an den Tisch bringen

Veröffentlicht am 20.02.2010 in MdB und MdL

Peter Friedrich (links) hat sich in Schramberg für die Talumfahrung ausgesproch. Foto: Schönfelder / Schwarzwälder Bote

Schramberg. Die Talstadtumfahrung war eines der Themen, über die sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich am Freitag, 19. Februar, in Schramberg informiert hat. Friedrich ist Generalsekretär der Landes-SPD und seit der neuen Leigslaturperiode auch Betreuungsabgeordneter für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen im Deutschen Bundestag. Der Schwarzwälder Bote hat über den Besuch berichtet. Hier der Artikel aus der Schramberger Lokalausgabe vom Samstag, 20. Februar:

Nun gelte es, den Knoten durchzuschlagen und Bund und Land an einen Tisch zu bringen, damit die Schramberger Talstadtumfahrung wieder in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans gelangt.

Auch der Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg, Peter Friedrich, sagte bei seinem gestrigen Besuch in Schramberg seine Unterstützung zu. Bei seiner Stippvisite im Rathaus war er sich mit OB Herbert O. Zinell, Verwaltungsvertretern und dem Vertreter der Initiative für eine Talstadtumfahrung, Günter Philipp, einig, dass die Bedeutung der Umfahrung weit über Schramberg hinausgeht. Als Teilstück einer leistungsfähigen Querspange zwischen Rheintal- und Bodensee-Autobahn füge sie sich in ein Verkehrswegekonzept von europäischer Bedeutung ein.

Michael Kammergruber von Fachbereich 4 der Stadt erläuterte noch einmal den augenblicklichen Planungsstand, riss aber auch kurz die Geschichte der verschiedenen Varianten an. Zusammen mit OB Zinell unterstrich er, dass besonders der Schwerlastverkehr durch die Talstadt in dieser Zeit immer mehr zugenommen habe. Feinstaubmessungen machten die hohe Belastung, besonders der Oberndorfer Straße, deutlich. »Wir sind gezwungen, was zu tun«, so Zinell.

Im Augenblick stecke man in einer Art »Ping-Pong-Spiel« zwischen Bund als Finanzierer und dem Land als Planer, die sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschöben. Zinell betonte, dass die Talstadtumfahrung die Unterstützung aller Abgeordneten der Raumschaft besitze, und dass es das vorrangige Ziel sein müsse, die Umfahrung wieder in den Vordringlichen Bedarf zu bekommen.

Friedrich will gerne mithelfen, denn die Umfahrung habe diesen Status verdient, wie er sagte. Allerdings lasse das Land bei der Verteilung von Planungsmitteln klare Prioritäten vermissen, kritisierte er. In seinen Augen würde es der Umfahrung helfen, wenn man Bund und Land, und da verwies er auf die zuständigen Staatssekretäre, an einen Tisch bringe.

Günter Philipp von der Initiative für eine Talstadtumfahrung sieht einen der wichtigsten Hinderungsgründe einer Talstadtumfahrung, in den hohen Kosten eines dreistreifigen Ausbaus der Strecke. Nach seiner Meinung genüge eine Fahrbahn berg- und eine talwärts, die mit Geschwindigkeitsbegrenzung für Laster und Pesonenwagen gleichermaßen gut zu befahren wäre. Der Vergleich mit anderen kostengünstigeren Projekten hinke, so Philipp, denn: »Schramberg darf nicht für seine Topografie bestraft werden.«

Der Schramberger SPD-Ortsvereinsvorsitzende Mirko Witkowski, selbst Anwohner der Oberndorfer Straße, beklagte den Verlust von Lebensqualität durch den starken Verkehr.

 

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