SPD ruft das Schicksal der Familie Reinhard in Erinnerung

Veröffentlicht am 23.05.2009 in Kommunalpolitik

Die SPD strebt ein Aufwertung des "Zigeunerhäusles" an.

Schramberg-Waldmössingen (fa). Das sogenannte Zigeunerhäusle in Waldmössingen ist in einem desolaten Zustand. Dies konnten die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Liste für die Kommunalwahl bei ihrer Besichtigungstour in Waldmössingen feststellen.

Ziel des Besuchs war, sich der Geschichte dieses Häusles und der Familie Reinhard zu erinnern und wieder ins Bewusstsein zu rücken. Die Besichtigung kam auf Initiative von Günter Buchholz, Geschichtslehrer und Mitglied im Heimat- und Geschichtslehrer zustande.

Er erläuterte, dass Carsten Kohlmann das Schicksal der in Heiligenbronn und Waldmössingen lebenden Sinti-Familien Reinhardt, Berger und Pfisterer erforscht und dokumentiert hat und Uta Maria Heim ein ergreifendes Feature für den Südwest-Rundfunk erstellt hat.

Diese Familien fielen wie viele andere der rassistischen Verfolgung der Sinti und Roma während der Zeit des Nationalsozialismus zum Opfer. An die Deportation und Ermordung in den Vernichtungslagern sollte nach dem Willen des Gemeinderates an dem Häusle des Franz Reinhardt, der Auschwitz überlebte und bis 1969 in Waldmössingen lebte, eine Gedenktafel angebracht werden.
Mit großem ehrenamtlichem Engagement hat sich in der Vergangenheit der Heimatverein Waldmössingen der Substanzerhaltung und Restaurierung des Gebäudes angenommen. Es gelte nun die Arbeiten zu Ende zu führen und eine Konzeption für die Nutzung des Gebäudes zu erstellen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Jörg Fahrner schlug vor, mit der Maler- und Holzabteilung der Friedrich-Ebert-Schule zu sprechen. In beiden Abteilungen stelle die „Instandhaltung von Gebäuden“ ein Lernfeld dar, für das praktische Anwendungen gesucht würden. Durch die überschaubare Größe des Häusles könne er sich gut vorstellen, dass die Sanierung des Gebäudes so ein Projekt werden könne. Ebenso könne die Gedenktafel im berufsbezogenen Unterricht hergestellt und gleichzeitig die geschichtlichen Hintergründe im Geschichts- und Gemeinschaftskundeunterricht behandelt werden.

Nach seinen Vorstellungen könnten die Arbeiten im nächsten Schuljahr erledigt werden. Die hierzu notwendigen Vorgespräche mit den Vertretern des Heimatvereines und der Stadt werde er in den nächsten Tagen aufnehmen.
Abschließend dankte Fahrner mit einem Zitat von Jean-Paul Sartre „denn die einzige Kraft der Vergangenheit geschehe ihr durch die Zukunft“ Günter Buchholz für seine Initiative. Nur derjenige, der seine Vergangenheit kenne und Erinnerung ermögliche, könne seine Heimat zukunftsorientiert gestalten,

 

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