SPD-Kreisrat Werner Klank wirbt für Erhalt des Schramberger Krankenhauses

Veröffentlicht am 20.07.2010 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreisrat Dr. med. Werner Klank

Schramberg (wit). In einem offenen Brief an die Mitglieder des Kreistages wirbt der Schramberger SPD-Kreisrat Dr. med. Werner Klank für den Erhalt des Schramberger Krankenhauses. Obwohl bereits eigentlich im Ruhestand, arbeitet er dennoch als angestellter Assistenarzt im Schramberger Krankenhaus, um so seinen Teil zum Erhalt beizutragen. Hier sein Brief im Wortlaut:

Daran sollten Sie denken, wenn Sie am Montag entscheiden! Offener Brief an alle Kreistagsmitglieder.

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Kreistag, wenn wir Menschen in die letzten Jahre unseres Lebens kommen, leiden wir oft an lebensgefährlichen Erkrankungen, die dann oft auch unsere letzten Krankheiten sind.
Es handelt sich um Volkskrankheiten wie zum Beispiel: Herzschwäche, Schlaganfallfolgen, Herzinfarktfolgen, Zuckerkrankheit, Gefäßkrankheiten, oder mit Rauchen und mit Alkohol verbundene Krankheiten.

Diese Krankheiten sind, wenn sie ohne weitere Komplikationen verlaufen, standardmäßig, fast möchte man sagen „einfach“ zu behandeln. Was natürlich beileibe nicht meint, dass es sich um harmlose Krankheiten handelt. Die meisten dieser Volkskrankheiten können gut und ohne Minderung der Qualität in kleinen Krankenhäusern der Grundversorgung behandelt werden. Zum Beispiel in den Krankenhäusern Schramberg, Oberndorf oder Rottweil. Die Therapie in einer fernen, großen Klinik würde nicht anders aussehen.

Es ist bekannt, dass über 50% der Menschen Angst haben, wenn sie in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Bei alten Patienten ist der Anteil derer, die Angst haben sicher noch höher, was ja auch vor dem Hintergrund der Lebensjahre des Patienten und der Lebensbedrohlichkeit der Erkrankung nicht unbegründet ist.

Kommt man nun mit einer solchen Erkrankung in ein wohnortfernes, fremdes Krankenhaus, so ist es nicht verwunderlich, wenn die Angst zunimmt. Jeder Mensch, der einmal in einem ihm fremden Krankenhaus als Patient war, weiß, wovon ich rede. Man fühlt sich da recht klein und unbedeutend.

Kommen wir dagegen in das uns bekannte, in „unser Krankenhaus“, so trägt dies sicher zur Minderung unserer Ängste bei. Wir kennen ja das Haus, wir wissen wo diese oder jene Krankenschwester wohnt, wir kennen einige Ärzte. Unsere Angehörigen und Freunde können uns ohne Probleme besuchen, sie wohnen ja nicht weit weg.

Unser Kreisrat hat nun zu entscheiden, ob den Leuten in Schramberg und Umgebung dieses Stück Menschlichkeit, „ihr Krankenhaus“ genommen wird oder ob sie es, wie dies das Konzept MEDICLIN vorsieht, weiter behalten dürfen.

Eines sollten Sie bei Ihrer Entscheidung bedenken: der Altersdurchschnitt unseres Gremiums dürfte die 50 deutlich überschreiten: In etwa 10 Jahren gehören sehr viele von uns zu den „Alten“, die an den oben genannten Krankheiten leiden und manchmal auch ins Krankenhaus müssen!!!
Stimmen Sie für die menschlichste Lösung, stimmen Sie für das Konzept von MEDICLIN.

PS: Ich weiß, wovon ich rede, ich bin seit 33 Jahren Arzt und arbeite jetzt seit Juni 2009 wieder in der Inneren Abteilung im Krankenhaus Schramberg als angestellter Assistenzarzt (nicht Honorararzt!). Es gehört sicher zu den schönsten Seiten des Arztberufes, wenn Patienten unser Schramberger Krankenhaus loben und mir sagen, dass sie mit der Behandlung zufrieden waren.

Herzlichst ihr Werner Klank

 

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