SPD-­Kreisdelegierte prüfen ihre Europaparlament-Kandidaten

Veröffentlicht am 05.10.2013 in Kreisverband

Schramberg (ks). Nach wie vor ein Schattendasein im Medienbetrieb führt das Europäische Parlament (EP), obwohl es für uns Bürger die einzige Anlaufstelle ist. Dem abzuhelfen, war eines der Anliegen des SPD- Kreisverbands Rottweil, mit dem er die drei Bewerber um einen weiteren Platz auf der Landesliste zu sich einlud.

Luisa Boos, Fabienne Vesper und Ralf Spörkel waren aufgefordert, die künftige Entwicklung der Europäischen Union in fünf Einzelschritten auszumalen, die dann von den Delegierten diskutiert wurden. Standen für Boos das Ziel einer echt demokratisch vom Parlament gewählten europäischen Regierung und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ganz obenan, wollte Spörkel vor allem die in der Krise entstandenen "Rettungsschirme" EFM und EFSF demokratisch kontrolliert wissen. Auch eine gemeinsame europäische Außenpolitik war ihm wichtig. Frau Vesper hingegen hatte sich auf Verbraucher- und Minderheitenrechte spezialisiert.

Allen gemeinsam war, dass sie kühle Strategien aufgrund ihrer eigenen Lebensgeschichten mit heißem Herzen vortrugen. Im Anschluss an die Vorstellung wurden die Themen in drei Arbeitsgruppen unter Leitung der Kandidaten vertieft. Aus den Berichten ergaben sich weitere Themenschwerpunkte: "Europa" = "Brüssel" genießt kein hohes Ansehen, obwohl es seit 60 Jahren Frieden und nie dagewesenen Wohlstand sichert; wir brauchen eine europaweit abgestimmte Wirtschaftspolitik; Banken und bankenähnliche Akteure am Finanzmarkt müssen an die Leine genommen werden, das Recht auf Asyl muss endlich wieder ernst genommen werden und die unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten der EU- Mitglieder müssen Konsequenzen haben.

Die Delegierten beim Landesparteitag zur Aufstellung der Landesliste haben keine leichte Wahl.

 

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