SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Jörg Fahrner. Schramberg (mp). Bankenzusammenbrüche, Finanzskandale, Automobilkrise sind Themen, die derzeit in aller Munde sind. „Der ungezügelte Kapitalismus hat die Weltwirtschaft an den Abgrund geführt“, ist Hans-Jörg Fahrner, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Schramberger Gemeinderat, überzeugt. Sozusagen als Kontrastprogramm zu einer Welt, in der Maßlosigkeit und Gier nach dem schnellen Geld Maßstab allen Handelns sind, stellte er das Wahlprogramm der Schramberger SPD zur Kommunalwahl vor.
„Heimat gestalten – zukunftorientiert und sozial“, dieses Thema hatte Fahrner bereits im Dezember in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen im Mitgliedermagazin „Blättle“ gestellt, in der diesjährigen Haushaltsrede hatte er das Leitthema erneut aufgegriffen. Fahrner: „Wir wollen uns daran messen lassen, wie zukunftsorientiert und sozial wir handeln, für unsere Stadt und für alle, die in Schramberg leben, wohnen und arbeiten, für alle die in Schramberg ihre Heimat haben oder heimisch werden wollen.“ Ganz bewusst bezog er diejenigen in den Heimatbegriff ein, die neu nach Schramberg kommen und ihren Geburtsort und damit ein Stück Heimat zurückgelassen haben, besonders diejenigen mit einem anderen Kultur- und Sprachhintergrund.
„Hinwenden statt Abwenden, mit ins Boot holen statt zurücklassen, miteinander und voneinander lernen, Starke und Schwache gleichermaßen“, gilt nach seiner Überzeugung für die Schramberger SPD. Auch in Zeiten der Krise gelte es, die Stadt weiter zu entwickeln, allerdings mit Augenmaß und unter Berücksichtigung schwieriger finanzieller Voraussetzungen. So tritt die Schramberger SPD nach wie vor für den Umbau des Hallenbades ein, lehnt aber ein „Spaßbad“ ab.
Ein wichtiges Anliegen der Schramberger Sozialdemokraten ist die Weiterentwicklung der Stadt als Standort für Arbeitsplätze, Bildung, Kultur und Dienstleistungen. Eine bedeutende Rolle in diesem Zusammenhang soll das Konzept des „Länger gemeinsamen Lernens“ spielen. Aber auch ökologische Fragen sollen im Zentrum sozialdemokratischer Gemeinderatstätigkeit stehen.
Da die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der Stadt von ihren Dienstleistungen und Angeboten bestimmt wird, soll für gute Bedingungen für einen zentrumsbezogenen Einzelhandel gesorgt werden. Außerdem wolle man den Dienstleistungsstandort stärken und für eine gute medizinische Versorgung auch unter den veränderten Rahmenbedingungen eintreten.