Fahrt der SPD nach Eisenach

Veröffentlicht am 25.04.2023 in Historisches
 

Die SPD-Reisegruppe aus Schramberg vor dem Goldenen Löwen in Eisenach. Foto: Werner Klank

Gemeinsam der Geschichte der Sozialdemokratie nachspüren, über geschichtliche Ereignisse und politische Entwicklungen ins Gespräch kommen und miteinander unterwegs sein – so kann man die vier Tage zusammenfassen, in denen eine Gruppe des Schramberger SPD-Ortsvereins die Stadt Eisenach in Thüringen erkundete.

Schriftführerin Ute Graf organisierte die Fahrt perfekt. Zentral war der Besuch der Gedenkstätte Goldener Löwe, auch als Wiege der Sozialdemokratie bezeichnet. Diese Wiege beherbergt die Geschichte der SPD und ist die Gründungsstätte der Vorläuferorganisation der SPD, der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschland (SAP). Eine Führung durch die Ausstellung zeigt Meilensteine, Höhen und Tiefen sozialdemokratischer Politik. Gründungsväter und herausragenden Akteuren wie Ferdinand Lassalle, August Bebel, Wilhelm Liebknecht, Fridrich Ebert, Kurt Schuhmacher, Johanna Kirchner, Willi Brand und viele andere wurden bei einer Führung durch die umfangreiche und moderne Ausstellung lebendig.

Die Besichtigung der geschichtsträchtigen Wartburg, die seit 1999 zum UNESCO Welterbe gehört, war eine passende Ergänzung. Berühmt ist sie unter anderem durch die Geschichte der heiligen Elisabeth von Thüringen, die ihr Brot mit den Armen teilte und so bereits soziales Engagement vorlebte. Die Mauern der Burg boten dem vogelfreien Martin Luther Schutz vor Verfolgung. 1817 protestierten Studenten verschiedener deutscher Universitäten beim Wartburgfest gegen reaktionäre Politik und forderten die Aufhebung der Kleinstaaterei zugunsten eines Nationalstaates. Auch Goethe weilte mehrmals auf der Burg. In jüngerer Geschichte ist die Wartburg Treffpunkt verschiedener politischer und kultureller Veranstaltungen und ein Magnet für Touristen aus aller Welt.

Eine sehr interessante Stadtführung gab Einblicke in die Entwicklung von Eisenach und zeigte markante Gebäude und Plätze. Die Möglichkeit zum Besuch des Bach-Museums, ein Konzert mit mittelalterlichen Instrumenten sowie eine Besichtigung des Lutherhauses waren zu einem kontrastreichen Programm zusammengebunden worden.

Das Resümee der Teilnehmer war durchweg positiv, sodass bereits erste Ideen für eine weitere Reise eingebracht wurden.

 
 

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