Ehrenamt: Finanzielle Situation ist nicht einfacher geworden

Veröffentlicht am 25.11.2010 in Ortsverein

Tanja Witkowski

Schramberg (mp). Der erste Neuinländerstammtisch mit Ergun Can war ein voller Erfolg, darüber waren sich die Teilnehmer der Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Schramberg mit ihrem Vorsitzenden Mirko Witkowski einig. Völlige Übereinstimmung herrschte auch darüber, dass weitere derartige Veranstaltungen folgen müssen. Ein Thema für die nächsten Stammtisch wurde bereits festgelegt. Auch mit der Planung für eine Podiumsdiskussion zu „Stuttgart 21“ ist man schon ein ganzes Stück weitergekommen.

Die Tatsache, dass in letzter Zeit einige langjährige Ehrenamtliche frustriert das Handtuch geschmissen hatten, war Anlass sich in der Vorstandssitzung mit dem Thema Ehrenamt zu befassen. Tanja Witkowski, Vorsitzende der Stadtmusik Schramberg und stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands Kultur, hielt ein kurzes Impulsreferat. „Man stößt immer wieder an Grenzen“, meinte sie. „Es fehlen nach wie vor Räume, und die finanzielle Situation ist auch nicht einfacher geworden, wenn einerseits Vereinzuschüsse zusammengestrichen würden, andererseits bei Veranstaltungen die besten Zeiträume oft schon gesperrt sind, wenn die Vereine zusammenkommen, um ihre Termine abzustimmen. „Attraktive Eventplätze wie die Burg Hohenschramberg sind aus Naturschutzgründen gesperrt“ ergänzte sie. Gleichzeitig betonte Tanja Witkowski, dass das Ehrenamt nach wie vor Spaß machen kann.

Voraussetzung dafür ist, das wurde in der Diskussion klar, dass man genügend Mitstreiter hat, dass nicht die ganze Arbeit an wenigen besonders Aktiven hängen bleibt. Außerdem wäre die Belastung des einzelnen sehr viel besser zu ertragen, wenn man wüsste, dass man sich nach einer gewissen Zeit wieder von einem Amt zurückziehen könnte, weil ohne zu große Probleme ein Nachfolger gefunden werden könne. Wichtig sei aber auch, dass den Ehrenamtlichen von Seiten der Behörden keine unnötigen Steine in den Weg gelegt werden. Auch das Beispiel „Stuttgart 21“ fand Eingang in die Diskussion. Was sich dort abspiele, zeige deutlich, dass die Politik dazu lernen müsse. „Die Betroffenen müssen möglichst früh einbezogen werden, wenn wichtige Entscheidungen gefällt werden“, machte Vorsitzender Mirko Witkowski deutlich. Das gelte beispielsweise auch für die Überarbeitung der Richtlinien für die Vereinsförderung.

 

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