Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Veröffentlicht am 07.03.2012 in Ortsverein
 

Hildegard Klaussner (von links) und Sabine Wölfle.

Schramberg (erk). Eine größere Anzahl interessierter Frauen sowie einige Männer waren der Einladung der SPD-Frauen gefolgt, um mit der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle über die Probleme der Altersarmut zu diskutieren. Nach ihren Ausführungen zur Armut in unserer Gesellschaft und die bereits bekannten Auswirkungen auf die Absicherung im Alter, vor allem bei Frauen, ging die Referentin auf mögliche Lösungsansätze seitens der politisch Verantwortlichen ein.

So gehe es unter anderem darum, auch Frauen jenseits der Dreißig noch eine staatlich unterstützte Ausbildung anzubieten. Das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit soll durch ein Landesarbeitsmarktprogramm angegangen werden, ebenso sei ein „sozialer Arbeitsmarkt“ dringend nötig, um Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr bekommen, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu ermöglichen. Wichtig sei auch, Frauen aus prekären Arbeitsverhältnissen herauszuholen.

In der Diskussion wurde die von der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung forcierte Einführung der Minijobs heftig kritisiert. Als Brücke in eine Erwerbstätigkeit gedacht, führten und führen sie bisher selten in sozial abgesicherte Beschäftigungen sondern in Sackgassen mit erheblichen Folgekosten, unter anderem durch weitere Verschlechterung der Situation im Alter.

Sabine Wölfle machte deutlich, das es endlich darum gehe, einen Mindestlohn einzuführen und vor allem für Frauen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, mit entsprechenden Sanktionen bei Nichteinhaltung, zu erreichen. Hier werde von der grün-roten Landesregierung im Rahmen einer Bundesratsinitiative über den Bundesrat derzeit ein Gesetzentwurf eingebracht.

Die deutlich geringeren Renten von Frauen im Vergleich zu Männern waren für die Abgeordnete ein weiterer Punkt, der einer Betrachtung bedarf. Der erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ziehe hier die richtigen Schlüsse. „Wir brauchen, so Wölfle, geschlechtsspezifische Betrachtungen der Lebens- und Erwerbsverläufe und die sind eben zwischen Männern und Frauen komplett unterschiedlich.

Gleichzeitig fordern die Sachverständigen eine verbesserte Anrechnung von Kindererziehungszeiten und auch von sogenannter Fürsorgearbeit, das heißt Pflege von Angehörigen“, erläuterte die Referentin abschließend.

 
 

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