Landwirtschaft im Schwarzwald - auch heute noch eine Herausforderung

Veröffentlicht am 14.05.2019 in Ortsverein

Kandidaten von SPD, Buntspecht und BDU haben sich auf dem Mooshof in Tennenbronn informiert.

Schramberg. Landwirtschaftsflächen im Schwarzwald, Tourismus, Herstellung von Käse, Forstwirtschaft und die Nutzung erneuerbarer Energien- dies alles  spielt auf dem Biohof von Erika und Josef Günter auf dem Mooshof  in Tennenbronn eine große Rolle. Welch große Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Existenz eines Biolandwirts zu sichern, das erklärte Agrar-Ingenieur Josef Günter den Kandidatinnen und Kandidaten von SPD, Buntspecht und BDU bei einer Besichtigung des Hofes. Organisiert hatte den Besuch Schrambergs SPD-Vorsitzender Mirko Witkowski.

Wer im Schwarzwald einen Landwirtschaftsbetrieb führt, der ist allein aufgrund der geografischen Situation mit großen Herausforderungen konfrontiert. Erika und Josef Günter haben sich vor 30 Jahren dazu entschieden, diese Aufgabe anzugehen.  Fernab von Chemie und Glyphosat haben sie damals entschieden, in Tennenbronn den Mooshof zu bewirtschaften. 

Die beiden setzen dabei auf eine biologische Landwirtschaft. Sie haben 22 Milchkühe, die genügend Milch geben, so  dass Dr. Josef Günter seine kleine Hofkäserei betreiben kann. Das Handwerk hat der 59-Jährige in der Schweiz gelernt. Sein selbstgemachter  Käse ist in der weiten Umgebung bekannt für beste Qualität und tollen Geschmack. Dennoch braucht es auf dem Hof zahlreiche weitere Standbeine, um die Existenz zu sichern.  Josef Günter betreibt Grünlandwirtschaft und ist auch mit der Bewirtschaftung von Wald beschäftigt.  Zudem nutzt er erneuerbare Energien für den Hof. Seine Frau Erika kümmert sich außerdem um die Vermarktung der Ferienwohnungen und den Hofladen.  Erst vor kurzem investierte die Familie in den Ausbau der alten Tenne. Diese ist jetzt als Ferienwohnung umgebaut und bietet Platz für bis zu acht Personen. 

Was sich zunächst sehr idyllisch anhört, ist im Alltag oft harte Arbeit. Auf viele interessierte Nachfragen der Kandidatinnen und Kandidaten der SPD und BDU erklärte Josef Günter , wie viel Zeit die unterschiedlichen Anträge für Förderprogramme in Anspruch nehmen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an einen Bio Landwirtschaftsbetrieb immer weiter. Auch steigen die Anforderungen im Tourismus.  In den vergangenen Jahren hat er mit viel Eigeninitiative einen neuen Laufstall für die Kühe gebaut. Darin dürfen sie sich frei bewegen. Das Ziel ist immer eine artgerechte Haltung,  so dass die Kühe gute Milch geben können. Eine große Rolle spielt hierbei auch das Futter, dieses kommt aus der Grünlandbewirtschaftung um den Hof herum. Dass auch da Herausforderungen durch die Schwarzwaldhanglage anstehen, erklärt Josef Günter anschaulich.  Alles in allem braucht es in allen Bereichen beste Qualität, dass am Ende der berühmte Mooshof-Käse entstehen kann.  Dass es zu alldem auch noch auf das richtige Lochmuster beim Käse ankommt, erfuhren die Kandidatinnen und Kandidaten der beiden Listen darüber hinaus. 

Trotz des harten und oft beschwerlichen Alltags wirken Erika und Josef Günter zufrieden auf die Gäste . Sie haben mit dem Mooshof ihren Traum verwirklicht. Dies wurde in der mehr als zweistündigen Führung deutlich.   
 

 

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