Besuch bei Arcus e.V. - Agentur für Soziales in Sulz

Veröffentlicht am 11.09.2021 in Wahlkreis
 

Mirko Witkowski (rechts), Traude Mangold (2. von rechts), Sabine Hemmerle-Burgbacher (links) und Julia Schnieder (2vl).

Herzlich begrüßt wurde der SPD-Bundestagskandidat Mirko Witkowski zusammen mit den Genossen vom Ortsverein Sulz-Dornhan bei seinem Besuch der Agentur für Soziales, Arcus e.V. in Sulz. Von den beiden Vertreterinnen des Vereins, Sabine Hemmer-Burgbacher (rechtliche Betreuung( und Julia Schneider (Ambulant Betreutes Wohnen) wurde er durch die Räume des Betreuungsvereins geführt und ließ sich über die Aufgaben des Vereins informieren.

Arcus e.V. wurde 1999, damals als Betreuerverein zur Integration Alkoholkranker, gegründet. Mitte 2006 wurde der Verein in Arcus e.V. Agentur für Soziales umbenannt. Das griechische Wort „Arcus“ bedeutet übersetzt „Bogen“. Mit dem neuen Namen wollte man den Zweck des Vereins verdeutlichen, nämlich bedürftigen Menschen den Bogen in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Arcus e.V. bietet für Menschen, die sich in einer Notsituation oder in einer schwierigen Lebensphase befinden, schwerpunktmäßig zwei Hilfsmöglichkeiten an:

Zum Einen übernimmt Arcus e.V. als anerkannter Betreuungsverein im Rahmen der gerichtlich bestimmten Aufgabenkreise, die rechtliche Besorgung der Angelegenheiten der Betreuten.

Darüber hinaus berät und unterstützt Arcus e.V.  ehrenamtliche gesetzliche Betreuer.

Auch die Vergütung dieser  Betreuungsarbeit kam zur Sprache. Die gesetzlich festgelegten Vergütungssätze für rechtliche Betreuungen wurden in 2019 zwar um durchschnittlich 17% erhöht, waren jedoch davor  14 Jahre unverändert geblieben. Dies lässt nachvollziehen, dass weitere Anpassungen notwendig sind.

Zum Anderen bietet Arcus e.V. für beeinträchtigte Personen (psychisch kranke  oder suchterkrankte Menschen, sowie Menschen mit einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung) im „Ambulant Betreuten Wohnen“ Assistenzleistungen (sozialpädagogische Betreuungs- und Beratungshilfen) in der eigenen Wohnung als Alternative zur stationären Wohnform an. Im Ambulant Betreuten Wohnen gestaltet sich die Suche nach bezahlbarem Wohnraum für die Klienten oft schwierig bis sogar unmöglich, so die Vertreterinnen von Arcus e.V..

Für das Thema „sozialer und bezahlbarer Wohnraum“ setzt sich der SPD-Kandidat Mirko Witkowski schon seit langer Zeit immer wieder ein und brachte hierzu bereits in der Kommunalpolitik auch entsprechende Anträge ein. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum und müssen den sozialen Wohnungsbau dringend ausbauen.“, ist Mirko Witkowski überzeugt. „Das ist nicht nur ein Thema in den Städten, sondern auch bei uns im ländlichen Raum“, so Witkowski weiter. 

Dass hier die Politik - sei es auf kommunaler aber auch auf Bundesebene - gefordert ist, Anreize für mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen darüber war man sich in dem Gespräch einig.

Sozialwohnungen sollten aber keinesfalls, wie es in der Vergangenheit oft geschehen ist, auf einzelne Stadtteile beschränkt sein, da dies automatisch zur Stigmatisierung der dort wohnhaften Menschen führt, so Witkowski.  

Aber auch im Hinblick auf die Sozialleistungen für den Wohnraum müsse eine Anpassung der aktuellen Sätze an den derzeitigen Wohnungsmarkt vorgenommen werden, auch in besonderen Einzelfällen können die Sätze nicht immer überschritten werden und die Wohnungssuche kann an wenigen Euros scheitern, da die Mietkosten nicht vollumfänglich vom zuständigen Kostenträger übernommen werden.

Für Witkowski ist klar, dass Betreuungsvereine wie Arcus e.V. einen wichtigen gesellschaftlichen und gemeinnützigen Auftrag erfüllen. Ihre Arbeit muss bestmöglich unterstützt werden. Sein Dank galt den Vereinsmitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch ihr tägliches Handeln für bedürftige Menschen einsetzen.

 
 

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